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Rückruf-Aktion: Salmonellen im Salat

Mehrere Produkte der Pulsnitzer Feinkost-Manufaktur müssen aus den Regalen genommen werden. Schuld ist aber nicht die Firma selbst.

Die Feinkostmanufaktur in Pulsnitz. Das Unternehmen hat jetzt salmonellen-verseuchte Produkte zurück gerufen.
Die Feinkostmanufaktur in Pulsnitz. Das Unternehmen hat jetzt salmonellen-verseuchte Produkte zurück gerufen. © René Plaul

Pulsnitz. Salmonellen in mehreren Salaten und zwei Aufstrichen. Mit dieser Nachricht wurde am vergangenen Freitag die Feinkostmanufaktur "Frisch und lecker" in Pulsnitz konfrontiert. "Die Information zur Kontamination haben wir am Freitagvormittag vom Lieferanten beziehungsweise Hersteller einer Kräutermischung erhalten", erklärt Alexander Zamek, Geschäftsführer der Manufaktur. Das heißt, dass die Salmonellen nicht in dem Pulsnitzer Betrieb aufgetreten sind, sondern dass eine salmonellen-versuchte Kräutermischung bei einigen Produkten verwendet wurde. Die Zutat kommt von einem Lieferanten, der seinen Hauptsitz in München, aber auch eine Zweigstelle in Sachsen hat.

Betroffen von der Salmonellen-Verseuchung sind ein Ei-Aufstrich mit einem Haltbarkeitsdatum bis zum 24. Dezember beziehungsweise 30. Dezember; ein Ei-Aufstrich mit Bacon, haltbar bis zum 30. Dezember; Geflügelfleischsalat mit Kräutern, haltbar bis zum 7. Januar; Pellkartoffeln "Sächsisch" mit Haltbarkeit bis zum 28. Dezember und 2. Januar sowie der Nudelsalat "Bund", haltbar bis zum 1. oder 6. Januar.

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Lebensmittelkotrolleure nehmen Proben

Dem Landratsamt ist die Salmonellen-Verseuchung bekannt. "Die Rückrufaktion wurde vom Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt Bautzen angeordnet", erklärt Mandy Noack von der Pressestelle des Landratsamtes. Sie bestätigt auch, dass die Salmonellen, die beim Verzehr Durchfall verursachen können, in einem Rohstoff für die Herstellung der Feinkostsalate enthalten waren. "Die Feinkostmanufaktur Pulsnitz ist nach jetzigem Stand der Ermittlungen nicht Verursacher der Kontamination", heißt es von Seiten des Landratsamtes auf Anfrage von Sächsische.de. Das Unternehmen hatte selbst das Lebensmittelüberwachungsamt über den positiven Befund informiert. Lebensmittelkontrolleure haben sich sofort in den Betrieb begeben, Proben entnommen und die Rückrufaktion angeordnet. Zuletzt hatte es eine Kontrolle in der Feinkostmanufaktur am 27. Oktober gegeben.

Zusammenarbeit mit Zulieferer gekündigt

In dem Pulsnitzer Unternehmen gibt es einen genauen Ablaufplan, wie in Krisenfällen wie dem jetzigen zu verfahren ist. "Als Erstes wurden alle Kunden ermittelt und umgehend informiert, so dass die Ware aus dem Verkauf genommen werden konnte", so Andreas Zamek. Geliefert hatte der Feinkosthersteller die genannten Produkte an Konsum-Märkte im Stadtgebiet Dresden, an Rewe-Märkte in Sachsen sowie an Edeka-Märkte in Sachsen und Thüringen.

Parallel zur Kundeninformation wurden in der Manufaktur befindliche Roh- und Fertigware gesperrt. "Wir haben dann Ersatz-Rohware bei einem anderen Hersteller besorgt", erklärt der Geschäftsführer. Die Zusammenarbeit des Zulieferers der mit Salmonellen verseuchten Kräutermischung sei sofort aufgekündigt worden. Außerdem will man sich mit dem Lieferanten auseinandersetzen, um eine Regelung für die wirtschaftlichen Einbußen für die Manufaktur zu finden.

Kunden, die bereits einen der betroffenen Artikel gekauft haben, können diesen gegen Erstattung der Kaufpreises auch ohne Vorlage des Kassenbons in der jeweiligen Verkaufsstelle oder am Standort der Filiale der Firma im Rödertalpark in Großröhrsdorf zurückgeben. Die Feinkostmanufaktur bedauert den Vorfall, an dem sie keine Schuld trägt.

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