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Kamenz

Kamenzer Klinik eröffnet neue Station

Die Altersmedizin bekommt im Krankenhaus jetzt ihren eigenen Bereich. Damit regiert man auf die demografische Entwicklung.

Das Team der Geriatrie am St. Johannes mit Klinikmitarbeitern der Pflege, Ergotherapie, Physiotherapie, Sozialdienst, der Logopädie und einer klinischen Psychologin unter der Leitung von Dr. Sevdalina Koleva (2.v.l.)
Das Team der Geriatrie am St. Johannes mit Klinikmitarbeitern der Pflege, Ergotherapie, Physiotherapie, Sozialdienst, der Logopädie und einer klinischen Psychologin unter der Leitung von Dr. Sevdalina Koleva (2.v.l.) © Stephanie Hänsch

Kamenz. Die Gesellschaft wird immer älter. Darauf müssen sich auch die Kliniken einstellen. Die Altersmedizin bekommt jetzt im Krankenhaus Kamenz eine eigene akutgeriatrische Station, wie der Fachbegriff heißt. Dort werden ab sofort Patienten mit alterstypischen Beschwerden behandelt.

Die ärztliche Leitung habe die erfahrene Geriaterin, Dr. Sevdalina Koleva, übernommen, erklärt Krankenhaussprecherin Stephanie Hänsch. Derzeit würden die Patienten noch auf der Station Barbara im Souterrain betreut. So ist die Bettenzahl begrenzt. „In Kürze ziehen die Patienten und das Team in Räume im Erdgeschoss.“ Die werden dafür hergerichtet. Die Station neue Nikolaus sei so ausgerichtet, dass in der Regel bis zu 20 Patienten betreut werden können. Für besondere Situationen gebe es auch eine Einzelbelegung, erklärt die Klinik. Das neue Angebot ist noch in der Startphase, werde aber bereits sehr gut angenommen. Dr. Sevdalina Koleva freue sich über den hoch motivierten Einsatz ihrer Mitarbeiter und suche weitere geriatrisch ausgebildete Pflegefachkräfte, um das Team zu verstärken.

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Die Geriatrie ist ein Teil der modernen Medizin und ergänze nun das medizinische Spektrum des Kamenzer Krankenhauses St. Johannes. Mit dem neuen fachärztlichen und pflegerischen Angebot passe sich das Kamenzer Krankenhaus an die Bevölkerungsentwicklung an. So rechne die Klinik in den nächsten Jahren mit einem starken Zuwachs an Patienten über 70 Jahren, erklärt Stephanie Hänsch. Prognosen würden darauf hindeuten. Es sei die Aufgabe des geriatrischen Teams aus Klinikmitarbeitern der Pflege, Ergotherapie, Physiotherapie, Sozialdienst, der Logopädie und einer klinischen Psychologin, die Patienten nach einer akuten Erkrankung dabei zu unterstützen, die Rückkehr und Integration in den normalen Alltag zu meistern.

Für das Team seien altersmedizinische Fachkenntnisse mindestens ebenso wichtig, wie eine menschlich-ethische Einstellung. „Wir wollen unseren Patienten eine bessere Lebensqualität und selbstbestimmtes Leben ermöglichen“, erklärt Dr. Sevdalina Koleva, „denn im Alter leiden die Menschen nicht nur an Krankheiten, die sie körperlich beeinträchtigen.“ Noch deutlich belastender seien die alterstypischen Lebenssituationen, wie Vereinsamung und fehlende Kommunikation mit dem sozialen Umfeld, weiß die Ärztin aus ihrer Praxis. Die geriatrische Station biete eine optimale räumliche Umgebung, die altersmedizinisch auf die Bedürfnisse der Patienten angepasst wurde, so Sprecherin Strephanie Hänsch. Bei der Aufnahme spielen Krankheitsbilder mit der Diagnose Demenz eine wesentliche Rolle. Die Geriatrie sei bereits für diese Patientengruppe angepasst worden. Dazu gehört die Schulung der pflegerischen Mitarbeiter der Station in der Altersmedizin. Bauliche Veränderungen waren ebenfalls nötig. Dazu gehören farbliche Orientierungshilfen auf den Gängen und Türschilder mit Wort und Bild. So können sich Patienten leichter zurechtfinden. Nach einem Schlaganfall oder einer Lähmung können die Patienten außerdem in der therapeutischen Küche üben. Der Raum funktioniert auch als Begegnungsraum für alle mobilen Patienten, um sich miteinander in ihrer Altersgruppe auszutauschen. (SZ)

Das Kamenzer Krankenhaus sucht noch Verstärkung für das Team der Geriatrie. Interessenten können sich bei der Pflegedirektion bewerben: Malteser-Krankenhaus St. Johannes, Nebelschützer Straße 40, 01917 Kamenz

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