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Kamenzer Narren haben fertig

Am Rosenmontag brachte der KKC die Stadtkasse zurück. Von Aschermittwochstimmung ist jedoch im Club keine Spur.

© Ina Förster

Von Ina Förster

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Kamenz. Diese Karnevalssaison war kurz und heftig. Denn schon am Valentinstag ist alles vorbei. Mit dem Aschermittwoch wird es auch in Kamenz wieder ruhiger. Der KKC stellte sich bereits am Rosenmontag traditionell seiner letzten offiziellen Aufgabe und brachte OB Roland Dantz die Stadtkasse zurück. Diese hatte in der 31. Saison unter dem Titel „Die wilden Siebziger“ eine tolle Aufarbeitung erfahren und strahlte mittlerweile in feinstem Blumendesign. Dass die darin deponierten Getränke vom 11.11. unterdessen vernichtet waren von den Narren, war klar.

Dass die Stadtkasse auch diesmal wieder gähnend leer war bei der Retoure, ebenfalls. Nur ein einziger unschuldiger Briefumschlag mit einer „ehrenvollen Aufgabe für das karnevalistische Stadtoberhaupt“ befand sich darin. Die muss im besten Fall bis zum nächsten 11.11. erfüllt werden. Man darf gespannt sein. „Wir hatten eine tolle Saison mit vielen neuen Ideen, die umgesetzt werden konnten. Und einem super Publikum, bei dem wir uns noch einmal bedanken möchten“, so Präsident Sebastian Pieper.

Auch durch schwere Zeiten schipperte das Karnevalsschiff in den letzten Jahren zuversichtlich in mittlerweile ruhigeres Gewässer. Dank vieler neuer Ideen versucht der Verein, seine Fans und Freunde immer wieder zu begeistern. Mit dem Gastspiel im Lückersdorfer Moritzbad glückte das beispielsweise in der diesjährigen Saison bestens. Die neue Location wurde angenommen, viele Neugierige kamen. „Ein großes Dankeschön noch einmal an Wirtin Birgit Pollack“, so der Präsi. Es wird bestimmt nicht das letzte Mal gewesen sein, dass man sich aus Kamenz herausbewegte.

Kinderfasching, der Frühschoppen mit Stadtbüttel Lorenzo und die Weiberfastnacht der Geilen E’s im La Piazza sind hingegen mittlerweile schöne Selbstläufer. Aber auch hier investiert man regelmäßig Zeit und Liebe, um am Ball zu bleiben. Ein Höhepunkt war zudem der 3. Varieté-Karneval. Dessen anspruchsvolles Programm darf sich auf jeden Fall sehen lassen. Dies bestätigten die Reaktionen des Publikums. Gepaart mit guter Livemusik – diesmal mit Verwöhnaroma aus Berlin – sprach der Abend vor allem die Ü40-Generation an. Hier wehte fast schon Theaterflair durch den Saal, was mit viel Applaus und Lob honoriert wurde.

Nun geht es nach kurzer Verschnaufpause an die Planung des Hokus-Pokus-Hexenbrennens am 30. April – diesmal übrigens wieder am Malzhaus.