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Dresden

Kampf der Kopfballungeheuer

Zeit für das ultimative Headis-Duell gegen den Kommentator der ProSieben-Show von Stefan Raab. Doch was ist eigentlich Headis?

Lange sah SZ-Redakteur Henry Berndt beim Headis-Duell gegen den Prosieben-Kommentator Ron Ringguth im Alaunpark wie der Sieger aus. © Sven Ellger

Ron Ringguth ist zurück. Drei Jahre nachdem er zum letzten Mal „Schlag den Raab“ auf ProSieben kommentiert hat, feiert der Dresdner nun seinen Comeback für den Sender – und für Raab, der inzwischen seinen Platz hinter der Kamera hat.

Am Samstagabend zur besten Sendezeit zeigt ProSieben die 1. Headis Team-WM mit Profis und Promis. Headis, das ist eine in Deutschland erfundene Sportart, die große Ähnlichkeit mit Tischtennis hat. Allerdings ist der Ball deutlich größer und weich – und wird statt mit einem Schläger ausschließlich per Kopf auf die andere Seite der Platte befördert. Klingt komisch, ist aber so.

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Dem Frühling entgegenlaufen

Nach dem Motto nicht länger warten, sondern starten - treffen sich am 5. Mai wieder Laufsportfreunde zum Lauf-in-den-Frühling in Freital.

Schon zu Raabs aktiven Fernsehzeiten brachte er als TV-Total-Special zwei solche Headis-Turniere bei ProSieben. Nun also die WM zur Prime Time.

Höchste Zeit, den Sport, dem weltweit inzwischen etwa 80.000 Menschen nachgehen sollen, selbst einmal auszuprobieren. Und gegen wen könnte man besser zum Duell an die Platte treten, als gegen Ron Ringguth, den Mann, der am Samstag von seiner Sprecherkabine aus die Zweikämpfe in gewohnt souveräner Weise kommentieren und erklären wird.

An einer der Steinplatten im Alaunpark kämpften Ron Ringguth (l.) und SZ-Redakteur Henry Berndt um den Sieg. © Sven Ellger

Bei strahlendem Sonnenschein treffen wir uns an den steinernen Tischtennisplatten im Alaunpark. Es ist auch für Ron die Premiere. Der Wind stört ein wenig, weht aber längst nicht mehr so stark wie zuletzt. Ganz kurz zum Regelwerk: Exakt wie im Tischtennis darf der Ball nur einmal auf der eigenen Seite aufkommen und muss danach direkt zurück auf die Plattenhälfte des Gegners gespielt werden.

Einen  Satz gewinnt, wer zuerst 11 Punkten hat, wobei zwei Punkte Abstand vorgeschrieben sind. Nach drei Ballwechseln wechselt das Aufschlagrecht. Wichtiger Unterschied zum Tischtennis: Bei Headis ist es erlaubt, sich mit den Händen auf der Platte abzustützen, ja sich sogar kurzzeitig daraufzuknien oder -zulegen, um den Ball optimal mit dem Kopf zu erwischen. Möglichst scharf natürlich. Also auf geht’s.

Noch kurz Warmspielen und schon gehen Ron Ringguth und ich ins Match über. Und siehe da: Nach wenigen Minuten bekommen wir den ersten halbwegs passablen Ballwechsel hin. Wie sich herausstellt, ist Headis wahnsinnig anstrengend und fordert einen Mix an koordinativen Fähigkeiten, der uns schnell an unsere Grenzen bringt. Der erste Satz geht 11:6 an mich. Zwei, drei Mal habe ich den Ball relativ knapp über der Platte mit der Stirn erwischt. Auch das Glück war bei einem Netzroller - wobei das Netz massiv sein muss - und zwei Kantenbällen auf meiner Seite.

Im zweiten Satz wendet sich das Blatt und Ron trumpft auf. Auf einmal verkrampfe ich, köpfe den Ball immer wieder ins Netz oder über die Platte hinaus. Verdammt! 

So langsam fühle ich mich motiviert wie Stefan Raab zu seinen besten Zeiten. Leider kann ich dieses Gefühl nicht in positive Energie umsetzen und verliere am Ende doch deutlich in drei Sätzen.

Nach der Drei-Satz-Niederlage gratulierte Henry Berndt fair seinem Kontrahenten. © Sven Ellger

Ob es die Promis besser machen? Am Samstagabend ab 20.15 Uhr werden wir es erfahren, wenn sechs Zweier-Teams aus je einem Profi und einem Promi gegeneinander antreten. Neben Kai Pflaume und Mario Basler ist auch Axel Stein in die Sendung gerutscht, nachdem Tischtennislegende Timo Boll kurzfristig absprang. 

Vor dem Fernseher wird uns das alles Ron Ringguth näherbringen. „Ich bin dankbar für die Chance, wieder für Raab kommentieren zu dürfen“, sagt er. "Das wird ein Fest."

Osterüberraschung