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Döbeln

Kampf um Bestleistungen

Immerhin 140 Jahre ist es her, dass das Feuerlöschwesen in Böhrigen gegründet wurde. Dieser Geburtstag wird gefeiert.

Auch die Marbacher Jugendwehr beteiligte sich und erzielte den sechsten Platz. © Dietmar Thomas

Böhrigen. Etwa 120 Männer und Frauen in Feuerwehruniformen haben am Freitagabend auf dem Sportplatz in Böhrigen um Bestzeiten gekämpft. Sie lieferten sich im Wettkampf „Löschangriff“ ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Bei dem Wettbewerb geht es darum, so schnell wie möglich einen Schlauch auf 100 Metern Länge auszurollen, an Pumpen anzukoppeln, damit das Löschwasser anzusaugen und dieses über die Leitung bis zu zwei Strahlrohren zu fördern. Dort sind dann zwei Behältnisse mit jeweils zehn Liter Wasser zu füllen. „Die Zeit wird elektronisch genommen“, erklärt Ortswehrleiter Christian Fiedler. Für die Berbersdorfer Mannschaft wurden 36,81 Sekunden gestoppt – die Siegerzeit. Zweiter wurde Böhrigen I vor Mobendorf/Goßberg. Mannschaften der Jugendfeuerwehr beteiligen sich ebenfalls an dem Wettbewerb, wurden aber nach anderen Prämissen gewertet. Disziplinen, die besonders schwer sind, wie das Bedienen der Pumpen und das Tragen der Schläuche werden dort ausgeklammert, erklärt Fiedler. Insgesamt gingen zehn Mannschaften an den Start. Es siegte Pappendorf I vor Mobendorf und Pappendorf II.

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Die Kinder der Kita „Waldblick“ hatten am Sonnabendnachmittag gerade mit ihrem Programm begonnen, als die Feuerwehr zu einem Einsatz gerufen wurden. Ortswehrleiter Christian Fiedler nimmt es gelassen, dass die Kameraden ausgerechnet während des Festes ausrücken mussten: „Dafür sind wir da. Das Feiern ist dann Nebensache“, sagte er. Dies war der 35. Einsatz der Böhrigener Feuerwehr in diesem Jahr. „Erst am Donnerstagabend stand eine Fläche von 200 bis 300 Quadratmetern im Zellwald bei Großschirma in Flammen, in der vergangenen Woche ein Waldstück in Bräunsdorf“, sagt Ortswehrleiter Christian Fiedler. Aber auch technische Hilfeleistungen machen einen großen Teil der Einsätze aus. Erst vor wenigen Tagen haben die Kameraden zwei Schwerverletzte auf der A 4 aus einem Unfallwagen befreit.

Die Besucher verfolgten nicht nur den Wettkampf am Freitag interessiert. Am Sonnabend standen Sonderfahrzeuge von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk (THW) und Deutschem Roten Kreuz (DRK) zur Schau. Die kleinen Festbesucher vergnügten sich bei einem Kinderfest der Jugendfeuerwehr. Der gehören zurzeit 18 Jungen und Mädchen an. (DA/br)