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Kampf um Gold, Silber und Bronze

Auf der Müllerwiese in Bautzen wetteiferten rund 1 600 Kinder des Landkreises um das Deutsche Sportabzeichen – mit prominenter Unterstützung.

© Carmen Schumann

Von Carmen Schumann

Bautzen. Alfons Mittasch ist ein sehr sportlicher Typ. Der Schüler der Freien Mittelschule Weißenberg reitet und treibt Vierkampf. Deshalb kommt für ihn nur das Sportabzeichen in Gold infrage. Er und seine Mitschüler wetteifern auf der Bautzener Müllerwiese um die Plakette, die es in Gold, Silber und Bronze gibt.

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Für die Großveranstaltung, die vom Deutschen Olympischen Sportbund ausgerichtet wird, haben sich aus dem gesamten Landkreis Bautzen zehn Grundschulen, vier Oberschulen, Förderschulen sowie das Melanchthon-Gymnasium angemeldet. Rund 1 600 Schüler aller Altersklassen wuseln an diesem sonnigen Freitagvormittag durch das Stadion. Um das Sportabzeichen zu erwerben, müssen die Schüler verschiedene leichathletische Disziplinen absolvieren, die je nach Altersklasse unterschiedlich sind. So werfen die Kleineren beispielsweise den Schlagball, während die Größeren die Kugel stoßen. Zu den Anforderungen gehören aber auch ein Ausdauerlauf und Schwimmen. Diese Disziplinen absolvieren die Teilnehmer separat.

Das Sportabzeichen wird auch nicht am gleichen Tag verliehen, die Wettkämpfer bekommen es zugeschickt. Mit leeren Händen geht aber keiner nach Hause. Denn jeder Teilnehmer erhält eine Medaille. Außerdem starten die Kinder mit vielen tollen Erlebnissen in das Wochenende.

Supermodel Miriam Höller hilft

Denn abseits von den rein sportlichen Disziplinen gibt es zahlreiche Bewegungsspiele, die viel Spaß machen. So findet unter anderem das altbewährte Sackhüpfen statt, man kann Frisbee-Scheiben werfen oder sich mit dem Hula-Hoop-Reifen versuchen. Das macht umso mehr Spaß, wenn man dabei prominente Unterstützung erhält. Mit dabei ist nämlich das Supermodel Miriam Höller, die zurzeit bei den „Global Gladiators“ auf Pro Sieben zu sehen ist. Wie sie sagt, ist sie sich für keinen noch so waghalsigen Stunt zu schade. So sei sie mal frei stehend auf einem Flugzeugflügel mitgeflogen. Von einem Flugzeug stürzen sich zum Beginn der Veranstaltung auch drei Fallschirmspringer von den Skydivers aus Hoyerswerda. Sie landen punktgenau auf dem Rasen der Müllerwiese.

Ein Star zum Anfassen ist auch der ehemalige Zehnkämpfer Frank Busemann, der jetzt für die Fernsehzuschauer sachkundige Kommentare bei Leichathletikwettkämpfen abgibt. Auch der lockenköpfige Fan-Reporter Philipp Reinheimer, der von den Olympischen Spielen in den sozialen Netzwerken berichtet, gibt sich die Ehre.

Beworben hatte sich der Bautzener Kreissportbund für das Großereignis bereits vor anderthalb Jahren. Der Deutsche Sportabzeichentag macht jährlich nur in zehn Städten Station.

Wie Lars Bauer vom Kreisssportbund sagt, ist er vor allem dem Zvon sehr dankbar, der die Teilnehmer aus den Dörfern zwischen Oßling, Hochkirch, Weißenberg und Wehrsdorf in die Kreisstadt beförderte. Dafür ist auch Kerstin Wochnik von der Grundschule Oßling sehr dankbar. Sie lobt auch die tolle Atmosphäre im Stadion. Evelyn Brandenburger von der Bautzener Curie-Grundschule ist von der hervorragenden Organisation angetan. Dass an diesem Tag alles glatt läuft, dafür sorgen insgesamt 180 Helfer von Sportvereinen aus dem gesamten Landkreis. Schließlich müssen unter anderem rund 30 Stationen betreut werden. Als Kampfrichter fungieren 44 Schüler des Beruflichen Schulzentrums für Wirtschaft und Technik.