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Kampf um syrischen Grenzort Kasab

Islamistische Rebellen und Anhänger des syrischen Regimes haben sich an der Grenze zur Türkei am Donnerstag heftige Kämpfe geliefert.

Damaskus. Islamistische Rebellen und Anhänger des syrischen Regimes haben sich an der Grenze zur Türkei am Donnerstag heftige Kämpfe geliefert. Nach Informationen aus Oppositionskreisen kämpfen in dem Grenzort Kasab auf beiden Seiten Ausländer an vorderster Front. Die Regierungstruppen werden den Angaben zufolge von schiitischen Milizionären aus dem Irak und von einer Gruppe ethnischer Araber aus der Türkei unterstützt. Die Rebellen erhalten Unterstützung von „Dschihadisten“ aus Saudi-Arabien und Nordafrika.

Gegner von Präsident Baschar al-Assad berichteten von Luftangriffen auf einen strategisch wichtigen Beobachtungsposten der Armee in Kasab. Dort war wenige Stunden zuvor ein Video aufgenommen worden, in dem ein militanter Islamist aus Saudi-Arabien die syrische Opposition beschimpft. Scheich Abdullah al-Mohaisni behauptet, die Nationale Syrische Allianz habe Geld veruntreut. Er sagt, in Syrien kämpften auch „Bosnier, Libyer, Algerier und Marokkaner“ für die Verbreitung des islamischen Rechts („Scharia“).

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Am Dienstag hatte der Vorsitzende der Allianz, Ahmed al-Dscharba, Kasab besucht. Den Kämpfern, die er traf, schärfte er ein, „dass wir nicht gegen Alawiten, Armenier oder Christen kämpfen, sondern gegen diese Mafia, die unser Land seit vier Jahrzehnten regiert.“ (dpa)