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Kanalarbeiten dauern bis September

Das Projekt August-Bebel-Straße neigt sich seinem vorläufigen Ende. Das nächste Vorhaben wartet allerdings bereits.

© André Braun

Von Eric Mittmann

Hartha. Gas- und Hauptleitung sind bereits ausgewechselt und verlegt und auch einige Anschlüsse sollen bereits fertiggestellt sein. „Wir müssen uns aktuell noch um die Hausanschlüsse kümmern“, erklärte Reiner Müller, Leiter für Technik und Investitionen des Abwasserzweckverbandes (AZV) Untere Zschopau. „Bis alles fertig ist, wird es wohl September sein.“

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Die Reif Baugesellschaft aus Schkeuditz hatte im Februar im Auftrag des AZV mit den Kanalarbeiten begonnen. Eine Mischwasserleitung von der Rathaus- bis zur Pestalozzistraße musste neu verlegt werden. Dadurch soll künftig das Abwasser und das Bachwasser voneinander getrennt werden. Darüber hinaus sollten die vorhandenen Hausanschlussleitungen auf die neue Mischwasserleitung umgebunden und bis zur Grundstücksgrenze saniert werden.

Die August-Bebel-Straße ist während der Bauzeit vollständig gesperrt. Weil die Arbeiten jedoch in zwei Abschnitten erfolgten, waren dennoch einige Zufahrten zu erreichen. Ein Problem stellte dabei allerdings der Temperatursturz Ende Februar dar, weil die Arbeiten dadurch vorerst zum Erliegen kamen. Anderthalb Wochen musste das Projekt ruhen.

„Im Herbst soll es dann mit den Arbeiten am Flemmingbach weitergehen“, erklärte Technik- und Investitionsleiter Müller gegenüber dem DA. Dabei sei noch immer zu klären, wie genau diese nun ausfallen sollen. Sowohl die Untere als auch Obere Wasserbehörde vertreten die Ansicht, dass das Gewässer nicht wie ursprünglich geplant verrohrt werden darf. Stattdessen soll es soweit wie möglich in seinen Naturzustand zurückgeführt werden. „Die Möglichkeit besteht also, dass der Bach von der Pestalozzi-Straße bis zu unserem Haus freigelegt wird“, hatte Jürgen Bernhardt erklärt. Er und seine Frau wohnen in der Annenstraße 17, die direkt über dem Gewässer steht.

Dies sei jedoch eher unwahrscheinlich. Auch das für das Projekt zuständige Planungsbüro erklärte bereits, dass es sich darum bemühen werde, eine Genehmigung für die Verrohrung zu bekommen. Diese sei bei zwingenden Gründen möglich.

Die Sanierung des Flemmingener Baches und die Entflechtung zwischen Bach-und Abwasserleitung beschäftigen Hartha und den Abwasserzweckverband Untere Zschopau bereits seit Jahren. 2019 soll dazu ein neuer Mischwasserkanal in der Annenstraße verlegt werden und somit künftig kein Straßenkanal mehr in das Gewässer führen. Die Sanierung erfordert jedoch auch, dass alle Anschlusskanäle ausgebunden werden, die zwischen Pestalozzistraße und Dresdener Straße direkt in das Gewässer münden. Parallel sollen die Rohre, durch die der Bach aktuell fließt, erneuert werden. So zumindest der aktuelle Plan der Stadt sowie des AZV. „Wir sind an der Angelegenheit dran. Wie die Entscheidung ausfällt, können wir allerdings noch nicht sagen“, erklärte Reiner Müller. Stadt und AZV wurden von den Behörden zunächst mit einer Variantenuntersuchung beauftragt. „Diese werden wir nun veranslassen und uns dann weiter mit den Behörden abstimmen“, so Müller.