merken

Pirna

Die wandernde Kanalbaustelle

Die Stadtwerke wollen ihren ursprünglichen Bauplan in Pirna-Posta an der Elbe nun wiederaufnehmen. Das hat Folgen für die Anwohner.

Die Baustelle wandert: Weil das Wasser der Elbe nicht mehr so hoch steht, können die Stadtwerke an anderer Stelle arbeiten.
Die Baustelle wandert: Weil das Wasser der Elbe nicht mehr so hoch steht, können die Stadtwerke an anderer Stelle arbeiten. © Symbolbild/dpa

Ab kommenden Montag führen die Stadtwerke Pirna ihren Kanalbau in Oberposta an anderer Stelle weiter. Wie das Unternehmen mitteilt, soll dann in Höhe der Hausnummer 34 gearbeitet werden.

Aufgrund des hohen Elbwasserstandes hatten die Stadtwerke die Bauarbeiten an dieser Stelle Anfang des Jahres eingestellt und stattdessen Kanalarbeiten in Höhe Niederposta 1, 2, 13 und 14 sowie Oberposta14a/14d bis Nr. 10 aufgenommen. Auf einer Länge von rund 145 Metern wurden eine Abwasserdruckleitung sowie Hausanschlüsse verlegt, teilt das Unternehmen mit. An diesen Stellen sind die Kanaltiefen geringer, sodass die Arbeiten nicht vom Wasserstand der Elbe beeinflusst waren. Laut der Stadtwerke konnte auf dieses Weise der Bauverzug zumindest teilweise kompensiert werden. Aufgrund des gesunkenen Elbpegels rücken die Bagger nun wieder in Höhe Oberposta 34 an. Von dort aus wandert das Baufeld in Richtung Pirna.

Anzeige
Lust auf neue Kunden?

Wie Sie mit der sz-Auktion gleich doppelt gewinnen und was Sie dafür tun müssen.

An der Vollsperrung der Straße Oberposta für den Durchgangsverkehr einschließlich Fahrradfahrer ändert sich nichts. Diese Einschränkung wird voraussichtlich so lange bestehen, bis die Baustelle Ende 2019 in die Winterpause geht.

Die Verschiebung des Baufeldes hat eher für die Anwohner Konsequenzen. Grundstücke, die sich vor dem Baufeld befinden (zurzeit bis Oberposta 33b), sind aus Richtung Pirna erreichbar. Zu den dahinterliegenden Grundstücken (Oberposta 35 bis 66) kommt man nur über die Umleitung Mockethal und Stadt Wehlen. Die direkt im rund 50 Meter langen Baufeld liegenden Grundstücke sind nur zu Fuß erreichbar. Der Baustellenbereich ist lediglich für Anwohner unter Rücksichtnahme auf die Baubedingungen passierbar.

Sicherheitsdienst hält Radler auf

Die Sperrung der Straße Oberposta, die Teil des rechtsseitigen Elberadwegs ist, gilt nach wie vor auch für den Radverkehr. Darauf weisen die Stadtwerke ausdrücklich hin. Durcheilende Radler hatten in den vergangenen Wochen immer wieder die Bauarbeiten auf der schmalen Straße behindert, sodass die Stadtwerke zuletzt sogar einen Sicherheitsdienst einsetzten, der Fahrradfahrer an den Sperrschildern zur Umkehr aufforderte. Nach Aussage der Stadtwerke werde man den Sicherheitsdienst auch weiterhin bemühen. Die Umleitung führt über den linkselbischen Radweg und ist in Pirna und Wehlen ausgeschildert.

Weiterführende Artikel

Symbolbild verwandter Artikel

Wachleute schützen Baustelle vor Radlern

Die Straße Oberposta in Pirna ist wegen des Kanalbaus dicht. Weil das viele ignorieren, greift der Bauherr zu drastischen Mitteln.

Für die Stadtwerke ist der Abwasser-Kanalbau in Oberposta aufgrund des engen Baufelds und der Elbnähe eine sehr herausfordernde Baustelle. Besonders bedingt durch den Elbpegel könne sich der Bauablauf kurzfristig immer wieder ändern, so das Unternehmen. (SZ/ce)