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Geld und Recht

Kann Duplicate Content durch spezielle Software …

Besonders, wenn sich das eigene Studium dem Ende neigt und die letzte große Hürde, die Abschlussarbeit, ansteht, bekommen viele Studenten ein flaues Gefühl im Magen.

© Bru-nO

Obgleich es sich um eine Bachelor- oder eine Masterarbeit handelt, viele Studenten entscheiden sich dazu, auf bereits vorhandene Texte zurückzugreifen, um sich eine gute Note zu sichern.

Einige greifen hierbei auch auf die Möglichkeit, einen Ghostwriter zu engagieren, zurück. Viele dieser Ghostwriter sind oft nicht sehr professionell und ziehen sich die Arbeiten aus externen Quellen heran und verfassen sie in der Regel nicht selbst. Sie besitzen meist einen Pool mit vielen verschiedenen Arbeiten zu diversen Themen und verkaufen die gleichen Arbeiten wieder und wieder an verzweifelte StudentInnen.

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PERSPEKTIVEN SCHAFFEN – TEAMGEIST (ER-)LEBEN
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Gute Ghostwriter, die ihre Texte, die sie verkaufen, selbst schreiben, sind oft nur sehr schwer zu überführen und der Betrug fällt in diesen Fällen meist nicht auf. Anders hingegen sieht es bei Arbeiten aus, die mehrfach verkauft werden. Hier kann eine Plagiatsprüfung mittels Software dabei helfen, die Betrüger auffliegen zu lassen. So fällt duplizierter Content in Abschlussarbeiten schnell auf und der Betrug kann sanktioniert und somit minimiert werden. In Sachsen wurden bereits Versuche gestartet, die Betrugsfälle mittels Software auffliegen zu lassen

Doch nicht nur Hochschulen und Universitäten haben mit Duplicate Content zu kämpfen, auch Menschen, die bspw. für die Gestaltung ihrer Website einen Texter zurate ziehen, staunen oftmals, wenn sie für eine Copyright-Verletzung angezeigt werden. Um sich viel Ärger, Zeit und Geld zu ersparen, sollte jeder Text vor der Veröffentlichung auf Einzigartigkeit geprüft werden. Hierbei kann es in manchen Fällen bereits ausreichen, ein paar Textpassagen Wort für Wort in diverse Suchmaschinen einzutippen / einzukopieren.

Zudem bietet das Internet eine Reihe an Angeboten hinsichtlich der Überprüfung produzierter Texte an. Dabei nutzen die Anbieter in der Regel eine spezielle Software um eine Plagiatsprüfung durchzuführen und somit den Duplicate Content aufzuspüren. Diese kann dann schon erste Hinweise auf einen möglichen Betrug liefern. Findet die Software Passagen, die eindeutig aus anderer Quelle stammen, so werden diese Stellen markiert und mit Quelle im Ergebnis der Prüfung angezeigt, sodass manuell nachgeprüft werden kann, ob tatsächlich Duplicate Content vorliegt, oder ob es sich lediglich um (korrekt gekennzeichnete) Zitate handelt. 

Die Vorteile des Einsatzes solcher Softwareprogramme liegen klar auf der Hand: Ohne großen Zeitaufwand durchforstet die Software die Weiten des Internets und zeigt sämtliche Übereinstimmungen mit anderen Textquellen an. Bei einigen Programmen wird zudem noch die Prozentzahl des Duplicate Contents im Verhältnis auf den gesamten Text angezeigt, sodass eine gute Einschätzung ermöglicht wird, ob ein Text kopiert wurde, oder ob es sich um eine eigenständige Arbeit handelt. 

Die Nachteile einer solchen Software liegen darin, dass auch die beste Software keine Garantie bieten kann, dass ein Text einzigartig ist, da die Software nur aus Quellen aus dem Internet zugreifen kann. Handelt es sich somit um Duplicate Content, der aus Quellen außerhalb des World Wide Webs zusammengetragen wurde, ist keine Software in der Lage, den Text als Plagiat zu identifizieren. Dennoch kann eine Überprüfung mittels Software den Betrug deutlich minimieren und kann sich somit als hilfreiches Tool erweisen. 

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit dem externen Redakteur F.-P. Nitzsche.

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