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Kannten sich die Einbrecher aus?

Ins Sportlerheim wurde kürzlich eingebrochen. Die Täter kamen übers Dach.

Von Thomas Riemer

Im ersten Obergeschoss des Sportlerheimes auf der Jahnkampfbahn wird in diesen Tagen gewerkelt. Vier Innentüren müssen erneuert werden. Einen Stock darüber haben die Handwerker bereits die Dachfenster ausgetauscht. Notgedrungen. Denn in der Nacht vom 16. auf den 17. September ist in das Gebäude eingebrochen worden. „Die Täter sind über das Dach eingestiegen“, sagt Alexander Gleis, Geschäftsführer des hier ansässigen Großenhainer Fußballvereins. Auch sein Dienstzimmer sei „durchsucht“ worden, allerdings ist da kaum etwas zu holen. Bargeld wird hier nicht aufbewahrt. Anders der Bereich des Sportcasinos: Dort wurde unter anderem TV-Technik abgebaut, auch ein Zigarettenautomat leergeräumt. Komplett unversehrt ließen die Diebe hingegen das Untergeschoss, in dem sich Umkleidekabinen und Waschräume befinden.

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Nicht nur Alex Gleis vermutet, dass sich die Langfinger gezielt auf die Einrichtung gestürzt haben und sich offenbar auch auskennen. Denn der Einstieg übers Dach wurde wohl bewusst ausgewählt, weil sämtliche Außentüren und die Fenster bis eben auf das Dachgeschoss vergittert sind. Aus dem Haus gebracht haben die Einbrecher ihre Beute über die Feuertreppe – der weitere Fluchtweg ist allerdings noch nicht genau bekannt. Die Kriminalpolizei ermittelt noch.

Der Großenhainer FV will sich nun mit Experten der Polizei verständigen, wie ein zuverlässigerer Einbruchsschutz für das Gebäude gestaltet werden kann. Alexander Gleis gesteht, dass ihn momentan „ein mulmiges Gefühl“ beschleicht, wenn er morgens in die Geschäftsstelle kommt. Zumal auch die durchgehende Beleuchtung der Jahnkampfbahn die Einbrecher nicht abgehalten hat.

Nicht zum ersten Mal haben Diebe die Sportanlage heimgesucht. Im Oktober 2010 hatten Unbekannte den Geräteschuppen gewaltsam geöffnet und damit sogar den Spielbetrieb kurzzeitig infrage gestellt, weil sie einen Rasentraktor stahlen. Der GFV musste sich daraufhin ein solches Gerät ausborgen, was zusätzliche Kosten verursachte. Außerdem „verschwanden“ Flutscheinwerfer. Gesamtschaden: 12 000 Euro. 15 Jahre zurück (Juni 2003) liegt ein weiterer Einbruch ins Sozialgebäude. Damals richteten die Täter einen Schaden in Höhe von fast 5 000 Euro an.