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30.000 Besucher bei Karl-May-Fest

Mehr Zuschauer und die Einigung im Streit um die Herausgabe eines Häuptlingsskalps aus dem Depot des Museums: Die Veranstalter sind mit den diesjährigen Karl-May-Festtagen in Radebeul zufrieden.

© dpa

Radebeul. Mit mehr als 30.000 Besuchern sind am Sonntag die Karl-May-Festtage Radebeul bei Dresden zu Ende gegangen. „Die Bilanz ist besser als im letzten Jahr“, sagte Sprecherin Ina Dorn. Auch der Streit um die Herausgabe eines Häuptlingsskalps aus dem Depot des Karl-May-Museums war Thema.

Bei einem Treffen beschlossen Vertreter nordamerikanischer Indianerstämme und des Museums, nun die genaue Herkunft des Exponats gemeinsam zu prüfen. „Wenn sich herausstellt, dass die Ansprüche begründet und berechtigt sind, wird es auch zur Herausgabe kommen“, sagte Dorn. Das Museum hatte die Forderung der Chippewa nach dem Skalp, der sich seit über 80 Jahren in seinem Besitz befindet, wegen unklarer Provenienz bisher abgelehnt.

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Die traditionellen Festspiele am einstigen Wirkungsort des Abenteuerschriftstellers Karl May (1842-1912) widmeten sich diesmal vor allem dem „Indian Spirit“. Spiritualität und Glauben der amerikanischen Ureinwohner wurden den Gästen in Diskussionsrunden, Vorführungen und Filmen näher gebracht.

Die Renner bei dem dreitägigen Spektakel waren wie in den Vorjahren Sternreiterparade und Zugüberfälle. Dabei wurde die zum Santa-Fe-Express umgewidmete Schmalspurbahn planmäßig von Desperados geentert, und in der Westernstadt Little Tombstone lieferten sich Cowboys stilechte Wettkämpfe. (dpa)