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Karnevalisten halten an jungen Partys fest

Eine offizielle Auswertung der Saison gab es noch nicht. Trotzdem steht fest: Mit ihrem neuen Konzept sind die CCL-Mitglieder gut gefahren.

© André Braun

Von Heike Heisig

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Leisnig. Rückläufige Besucherzahlen – damit müssen wohl alle Faschingsvereine in der Region klarkommen. Der Carnevalclub Leisnig (CCL) hat daraus schon vor längerer Zeit Konsequenzen gezogen und das Gesamtpaket um einen Abend gekürzt. Nun ging es in der zweiten Saison intensiv darum, das jüngere Publikum anzusprechen.

Für diese Zielgruppe legte in zwei Nächten – am ersten Sonnabend sowie am Rosenmontag –  DJ Airdice auf. Und nach den Erfahrungen in der Saison 2016/17 trat der Leisniger nicht erst um Mitternacht an die „Plattenteller“, sondern präsentierte seine mitreißenden Rhythmen schon etwas früher in mehreren Blocks. „Die Tanzfläche war die ganze Zeit voll“, sagt CCL-Vorstandsmitglied Hansjörg Oehmig, der unter anderem für die Pressearbeit zuständig ist. Das sei ein schönes Bild gewesen und inzwischen während der normalen Veranstaltungen nicht mehr üblich. Auch deshalb, weil sich das „tanzfreudige“ Publikum häufig aufteilt auf die Sporthalle und das benachbarte Schützenhaus. Letzteres ist allerdings auch nicht mehr bei jeder Faschingsveranstaltung geöffnet.

Obwohl eine Gesamtauswertung im Vorstand noch aussteht, ist das Jugendkonzept nach Oehmigs Dafürhalten aufgegangen. „Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir daran in den nächsten Jahren festhalten wollen und müssen, um auch jüngere Leute anzusprechen“, sagt er. Auch für die Karnevalisten geht das mit einigen Umstellungen einher. Während das Publikum im gesetzteren Alter zu Beginn der Veranstaltung pünktlich auf den Plätzen sitzt, um den Gardetanz zu verfolgen, macht sich die Jugend – wie es bei ihr üblich ist – erst später auf den Weg. Damit verpassen die Gäste an den Jugendabenden vielleicht den einen anderen Programmpunkt.

„Insgesamt haben wir keinen Teil ausgelassen, nur einiges gestrafft“, erklärt Oehmig. Das sei den Karnevalisten wichtig. Immerhin fühlten sie sich auch ihrer Tradition verbunden und verpflichtet. Überdies denke der Vorstand auch an die Mitstreiter aus den Reihen der Kinderkarnevalclubs (KCCL). „Sie waren bei jeder Veranstaltung dabei und haben zum Beispiel die Tabaluga-Einlage präsentiert. Dabei müssen wir an den Abenden aber aufpassen, dass die Kinder bis spätestens 21 Uhr fertig sind“, versucht Oehmig zu veranschaulichen, was bei der Programmgestaltung zu berücksichtigen ist.

Für die nächste Saison wünscht sich Hansjörg Oehmig, dass sich das CCL-Konzept herumspricht und die Gäste genau die Faschingsabende finden, bei denen sie sich wohlfühlen. „Diesmal waren mehr Besucher aus Colditz dabei als in den Vorjahren“, erzählt er. Einige wollen wiederkommen, sich dann die Eröffnung anschauen.

Mit den insgesamt sechs Veranstaltungen von der Premiere bis zum Rosenmontag kann der Vorstand nach Oehmigs Meinung zufrieden sein. Die 100 Mitwirkenden vor und hinter der Bühne sowie die Helfer beim Auf- und Abbau seien ein prima Team gewesen. Vom Publikum kamen viele lobende Worte, unter anderem für technische Veränderungen für eine bessere Verständlichkeit und für die Band „Jackpot“ aus Dresden. „Schön fanden wir, dass am Rosenmontag Vertreter der Faschingsvereine von Schrebitz, Rossau und Waldheim zu uns gefunden hatten, wir Erfahrungen austauschen konnten“, so Oehmig.