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Auf air-meissen.de finden Berufsanfänger und -wechsler nun Jobs vor ihrer Haustür. Das kann sich sehen lassen.

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© Screenshot/SZ

Von Dominique Bielmeier

Meißen. Der Name ist vielleicht noch gewöhnungsbedürftig. Wie spricht man die drei Buchstaben denn nun aus – einzeln oder wie das englische Wort „air“ für „Luft“? „Wir haben lange überlegt, welchen Namen wir nehmen“, sagt Sascha Dienel, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Region Meißen GmbH. „Wir wollten etwas, das sich einprägt.“ Wer den kleinen, grünen Papierflieger auf der Startseite entdeckt, der kommt darauf. Gemeint ist tatsächlich die Luft. Durchstarten in die Berufswelt beziehungsweise dort landen, das war die symbolische Idee hinter dem Namen für das neue Karriereportal im Landkreis „AIR Meißen“. Die drei Buchstaben stehen gleichzeitig als Abkürzung für „Arbeiten in der Region Meißen“. Erst Ende Mai ist die optisch ansprechend und modern gestaltete Seite an den Start gegangen, doch schon über 500 offene Stellen, über 400 Ausbildungsangebote und immerhin ein Dutzend Praktikumsplätze sind auf ihr gelistet.

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Hinter dem neuen Angebot steckt die Wirtschaftsförderung der Region. „Die Idee ist es, Leute aus dem Landkreis anzusprechen, die sich neu orientieren möchten, oder junge Leute aus der Region, die eine Ausbildung suchen“, erklärt Sascha Dienel. Aber auch an Menschen, die die Region verlassen haben und nun wieder zurückkehren möchten sowie an Landkreisfremde, die hier Arbeit suchen, richtet sich die neue Seite.

Sie finden aktuell zum Beispiel einen Job als Lagerarbeiter bei Photon Meissener Technologies, könnten einen Vodafone-Shop in Radebeul leiten, eine Ausbildung zum Kanalbauer bei der TS Bau GmbH in Glaubitz beginnen oder den Bundesfreiwilligendienst bei der Diakonie Riesa–Großenhain absolvieren. Auf eigenen Seiten können sich die Unternehmen darüber hinaus selbst vorstellen. Der Job-Suchende hat über eine Suchmaske die Möglichkeit, die Angebote nach Branche, Region, Stellentyp, Arbeitszeit – Vollzeit, Teilzeit oder Schicht – und Ort einzugrenzen. Wer eine Ausbildung sucht, kann Branche, nötiger Abschluss und Ort auswählen. Auf einer zoombaren Karte des Landkreises sind die Standorte der einzelnen Firmen markiert. Die Nutzung des Ganzen ist kostenlos – sowohl für Unternehmen als auch für Bewerber. Die Firmen brauchen nur einen Registrierungscode. In vielen Branchen gebe es mittlerweile Engpässe, viele Unternehmen würden berichten, dass es schwieriger sei, Auszubildende zu gewinnen. Vor allem im CNC-Bereich, aber auch bei den Industrielackierern sowie im Pflegebereich und der Gastronomie werde vermehrt Personal gesucht. Auch große Firmen, die für Ausbildungsplätze früher fünf oder sechs Bewerbungen erhalten hätten, könnten jetzt nur noch zwischen zwei oder drei auswählen. Kleine Firmen, die oft nicht einmal eine eigene Homepage haben, könnten sich auf air-meissen.de nun darstellen. Auch Imagefilme sollen auf der Seite eingebunden werden.

Gerade spricht die Wirtschaftsförderung noch weitere Unternehmen aus dem Landkreis an, um das Projekt bekannter zu machen. Zwei Firmen – die Unitrans Hauptvogel GmbH aus Klipphausen und die Gebrüder Jehmlich GmbH aus Nossen – wurden bereits als Sponsoren gewonnen. Außerdem wurde das Karriereportal mit Mitteln aus der sächsischen Fachkräfterichtlinie im Rahmen der Fachkräfteallianz Sachsen gefördert.