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Karswaldbad kurz vorm Ertrinken

Die diesjährige Saison lief schlecht für den Arnsdorfer Badverein. Er hofft nun auf einen Rettungsring von der Gemeinde.

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© Thorsten Eckert

Von Nadine Steinmann

Arnsdorf. Die Schließung des Karswaldbades wäre für die Gemeinde Arnsdorf ein herber Schlag. Schließlich ist das Bad ein fester Bestandteil des Gemeindelebens. Während der Saison, die in der Regel von Mai bis September dauert, lädt der Badverein immer wieder zu zahlreichen Veranstaltungen ein, bei denen sich viele Arnsdorfer regelmäßig treffen. Sei es nun die Eröffnungsparty, das beliebte Zeltlager oder das Badfest. Doch all diese Feierlichkeiten stehen nun auf der Kippe, denn das Freibad steht selbst kurz vorm Ertrinken. Nur ein Rettungsring kann den das Bad betreibenden Verein vor einer schwierigen Entscheidung und einer damit verbundenen Schließung noch bewahren.

Dass diese Entscheidung überhaupt im Raum steht, ist der diesjährigen durchwachsenen Saison geschuldet. Zwar waren die vergangenen Wochen geprägt von viel Sonnenschein und warmen Temperaturen, doch die Hauptsaison, sprich die Monate Juli und August, in denen in Sachsen auch die Sommerferien waren, hielten auch viele Regentage parat – und damit die Besucher des Freibades fern. Das schlägt sich natürlich negativ auf die Einnahmen des Badvereins nieder, der die Gelder aber benötigt, um laufende Kosten zu decken. Auch die vielen Veranstaltungen brachten nicht die erhofften Einnahmen. Nun ist der Badverein neben seinen zahlreichen Sponsoren und Unterstützern auf die Hilfe der Gemeinde angewiesen. Dafür hat Vereinsmitglied Jürgen Brendel einen Antrag auf Sonderzuschuss bei der Verwaltung gestellt. Dieser steht am kommenden Montag, dem 19. September, auf der Tagesordnung des Gemeinderates.

Interessierte Bürger eingeladen

Die Gremiumsmitglieder haben also zu Beginn der nächsten Woche den eingangs erwähnten Rettungsring in der Hand. Die Frage ist nur, ob sie ihn dem Badverein auch zuwerfen. Schließlich ist allseits bekannt, dass die Gemeinde selbst nicht unbedingt im Geld schwimmt und auf ihre zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel genau achten muss.

Jürgen Brendel hofft in jedem Fall auf die Unterstützung des Gemeinderates und hat auf der Facebook-Seite des Freibades alle Bürger dazu aufgerufen, an der Sitzung teilzunehmen: „Wen die Entscheidung interessiert bzw. uns unterstützen möchte, ist sehr gerne gesehen!!! Es geht bei diesem Aufruf rein um die Erhaltung des Bades und um euch auch in der nächsten Saison wieder begrüßen zu dürfen! Wir zählen auf euch!“Die Sitzung des Gremiums beginnt um 19 Uhr und findet im Schulpavillon statt. Hier stehen genügend Plätze für Zuschauer zur Verfügung. Der Antrag des Badvereins wird nach der Bestätigung des Protokolls der letzten Sitzung und einigen Informationen zum Energiemanagement behandelt.

Ein Stück Lebensqualität in Gefahr

Sollte der Gemeinderat dem Sonderzuschuss des Bades nicht zustimmen, muss der Badverein den Betrieb zum kommenden Jahr einstellen. Und das, obwohl die Mitglieder seit 16 Jahren das Freibad ehrenamtlich betreiben und viel Herzblut in den Erhalt und die Pflege der Einrichtung gesteckt haben. Die benachbarten Kindergartenkinder könnten nicht mehr spontan mit ihren Betreuerinnen das Bad besuchen und auch alle anderen Arnsdorfer müssten sich im Sommer für eine kühle Erfrischung mit dem Auto oder dem Rad erst nach Radeberg aufmachen. Die Gemeinde würde damit ein Stück Lebensqualität verlieren. Doch diese Entscheidung obliegt den Mitgliedern des Gemeinderates. Ob sie sich für den Erhalt und eine Sonderzahlung an den Badverein aussprechen, wird sich am Montagabend zeigen.

www.karswaldbad-arnsdorf.jimdo.com