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Kartellamt tritt Asics  auf die Füße

Bonn. Verbraucher können beim Internet-Einkauf künftig mit noch mehr Auswahl rechnen. Denn das Bundeskartellamt geht jetzt gegen Beschränkungen des Online-Vertriebs durch Markenartikler vor. In einem Pilotverfahren mahnte die Wettbewerbsbehörde gestern den Laufschuh-Hersteller Asics ab.

Bonn. Verbraucher können beim Internet-Einkauf künftig mit noch mehr Auswahl rechnen. Denn das Bundeskartellamt geht jetzt gegen Beschränkungen des Online-Vertriebs durch Markenartikler vor. In einem Pilotverfahren mahnte die Wettbewerbsbehörde gestern den Laufschuh-Hersteller Asics ab. Nach Einschätzung der Wettbewerbshüter führen die Vertriebspraktiken des Sportartiklers zu einem „De-facto-Verbot des Internetvertriebs“ und bedeuten damit eine schwerwiegende Wettbewerbsbeschränkung.

Das Verfahren habe national und international eine Pilotfunktion, sagte Kartellamtssprecher Kai Weidner. Es sei nicht nur für den Sportartikelbereich, sondern auch für viele Markenartikelhersteller in anderen Sparten von Bedeutung, die mit selektiven Vertriebssystemen arbeiten.

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Asics hat bis zum 10. Juni Zeit, Stellung zu nehmen. Gelingt es dem Unternehmen nicht, die Vorbehalte zu entkräften, können die Wettbewerbshüter Vorgaben für neue Regelungen machen. Bußgelder drohen dem Unternehmen nicht. Von Asics war keine Stellungnahme zu erhalten.

Das Bundeskartellamt kritisierte vor allem, dass der Laufschuhhersteller den Händlern die Nutzung von Online-Marktplätzen wie eBay oder Amazon ausnahmslos untersage und auch Preisvergleichsmaschinen verbiete. Asics schränke damit den Wettbewerb stark ein. (dpa)