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Kassenwart greift in die Vereinskasse

Ein 25-Jähriger musste sich vor dem Amtsgericht Dresden verantworten, weil er den SV Lok Königsbrück bestohlen hat.

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© Symbolfoto: dpa

Königsbrück/Dresden. Wegen Unterschlagung von insgesamt 2.810 Euro war der Student Alexander H. am Mittwochnachmittag am Amtsgericht in Dresden angeklagt. Die Staatsanwaltschaft warf dem 25-Jährigen vor, als Kassenwart des SV Lokomotive Königsbrück unberechtigterweise selbst in die Kasse gegriffen zu haben. H. spielte seit acht Jahren selbst in Mannschaften des Handballvereins und hatte sich vor zwei Jahren als Kassenwart bereit erklärt, nachdem der Posten vakant wurde. „Ein anderer wollte es ja nicht machen“, sagte der Angeklagte vor Gericht.

Wiederholt nutzte der junge Mann fortan seine ihm übertragene Finanzaufgabe zum Stopfen von Löchern im privatpersönlichen Portemonnaie. Er legte für sieben der ihm zur Last gelegten neun Taten ein Geständnis ab. Zugutegehalten wurde ihm die Tatsache, dass er mittlerweile schon 2.500 Euro zurückgezahlt hat.

Allerdings waren einige verdächtige Überweisungen gar nicht ausermittelt beziehungsweise angeklagt. So sei mit der Bankkarte des Vereins auch in Tabakläden und Supermärkten eingekauft worden. Dies habe sich durchaus zusammengeläppert, so der Vereinschef. Außerdem sei ungeklärt geblieben, was mit dem Bargeld aus der Handkasse geworden ist.

Für die erwiesene Untreue gegenüber dem Handballverein und seinen Mitgliedern wurde Alexander H. schließlich zu einer Geldstrafe von 110 Tagesätzen zu jeweils 20 Euro verurteilt. (SZ)