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Leipzig

Kassierer im neuen Konsum angegriffen

Innerhalb von zwei Tagen wurde ein neuer Supermarkt in Leipzig zweimal angegriffen. Das Landeskriminalamt stuft den Angriff als linksextremistisch ein.

Symbolbild. © Florian Schuh / dpa

Leipzig.  Das Landeskriminalamt (LKA) Sachsen geht nach dem Angriff auf einen neuen Supermarkt im Leipziger Westwerk von einer linksextremistisch motivierten Tat aus. Grund für die Annahme sei ein Bekennerschreiben, das am Donnerstag auf dem linken Internetportal Indymedia aufgetaucht war, teilte das LKA am Freitag mit. In dem anonymen Schreiben wird demnach eine Gentrifizierung des Viertels als Grund für den Angriff auf den Supermarkt genannt.

Unbekannte hatten in der Nacht zu Donnerstag 52 Scheiben des Leipziger Westwerkes, einer historischen Industriehalle, zerstört und eine übelriechende Flüssigkeit in eine Halle hinter einer Glasfront geschüttet. Kurz zuvor war im Gebäudekomplex ein Supermarkt eröffnet worden. Da die Beschädigungen nur die Vorhalle betrafen, öffnete dieser wie geplant am Morgen.

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Donnerstagabend, am Ende des ersten Öffnungstages, hätten dann drei Männer die Filiale betreten und zwei gekochte Kartoffeln in Richtung eines Kassiers geworfen. Der Angestellte sei nicht getroffen worden und blieb unverletzt, so die Polizei. Die Ermittlungsgruppe "Linksextremismus" prüfe nun, ob ein Zusammenhang zwischen den Taten besteht, so ein Sprecher des LKA. Bislang lägen dafür aber keine Hinweise vor.

Zu den beschädigten Fensterscheiben gibt es nach Angaben des LKA erste Erkenntnisse: Die unbekannten Täter sollen mit Fahrrädern zum Westwerk gekommen und dann auch wieder weggefahren sein.

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Die Polizei sucht nun nach Zeugen, die den Vorfall gegen 1.20 Uhr beobachtet haben. Angaben zur Höhe des Sachschadens sowie zur Art und Weise, wie die Täter die Scheiben zerstörten, machte das LKA bislang keine Angaben. (dpa)