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Leisnig dankt Fluthelfern

Die Spendenaktion läuft weiter. Im Herbst soll feststehen, wo das Geld helfen kann. Auch tatkräftige Unterstützung gab es.

Anstrengend und emotional war der Fluteinsatz für die sächsischen Helfer in Ahrweiler.
Anstrengend und emotional war der Fluteinsatz für die sächsischen Helfer in Ahrweiler. © Feuerwehr Colditz

Leisnig. Mirko Radetzki ist Leisnigs Vollzugsbediensteter. Statt Baustellen und Parkscheine zu kontrollieren, hat er unmittelbar nach der Hochwasserkatastrophe im Westen Deutschlands die Einsatzkleidung der Feuerwehr angezogen und ist mit „seinen“ Kameraden aus Colditz nach Ahrweiler gefahren, wo die zupackende Hilfe der Sachsen gefragt war.

Für diesen mehrtägigen Einsatz hat Leisnigs Bürgermeister Tobias Goth (CDU) seinen Ordnungsamtsmitarbeiter freigestellt. Dafür erhielt er in dieser Woche ein Dankschreiben seines Colditzer Amtskollegen Robert Zillmann. Denn ohne die Unterstützung von Arbeitgebern wäre Feuerwehrdienst im Ehrenamt nicht zu bewerkstelligen.

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Mit Schäden 2002 in Sachsen nicht vergleichbar

„Ich danke aber auch Herrn Radetzki, dass er sich diesem Einsatz gestellt hat“, sagte Goth. Leisnig wisse selbst, wie es ist, nach einer Flut auf die Hilfe anderer angewiesen zu sein. Und trotzdem: „Von der Dimension der Schäden war das, was wir in Ahrweiler gesehen haben, nicht mit dem vergleichbar, was vor fast 20 Jahren hier in Sachsen passiert ist“, sagt Radetzki.

Er hat mit anderen Helfern Keller ausgepumpt und Schlamm geschippt, Menschen kennengelernt, die beinahe alles Hab und Gut, sogar Angehörige verloren haben.

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Im Moment habe Radetzki in die Flutregion selbst keinen Kontakt. Er denke, die Menschen haben dort noch den Kopf voll mit Aufräumen und dem Aufbau eines wieder halbwegs normalen Lebens.

Es kann weiter gespendet werden

„Aber an diesem Einsatz könnte womöglich angeknüpft werden“, findet der Leisniger Rathauschef. Die Kommune ist nach wie vor auf der Suche nach einer Einrichtung, einer Familie oder einem Verein, der das Geld bekommen soll, das die Leisniger auf das eigens eingerichtete Flutspenden-Konto eingezahlt haben. Dafür bedankt sich Goth schon einmal. Bis Dienstag waren dort 2.250 Euro eingegangen.

In der September-Sitzung Mitte nächsten Monats soll den Räten vorgeschlagen werden, wohin das Geld fließen könnte. Bis dahin kann weiter Geld auf das Spendenkonto eingezahlt werden. Die Daten lauten: Stadtverwaltung Leisnig, IBAN: DE96 8605 5462 0034 9200 01 (Sparkasse Döbeln), Verwendungszweck: Hochwasser 2021.

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