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So hilft Lichtblick den Hochwasseropfern

Im Sommer spendeten SZ-Leser eine Million Euro für Betroffene in den Flutgebieten im Westen. Was ist mit dem Geld passiert?

Von Olaf Kittel
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Ein Bild der Verwüstung, aufgenommen am 19. Juli 2021: Meterhoch türmen sich Wohnwagen, Gastanks, Bäume und Schrott an einer Brücke über die Ahr in Altenahr-Kreuzberg (Rheinland-Pfalz).
Ein Bild der Verwüstung, aufgenommen am 19. Juli 2021: Meterhoch türmen sich Wohnwagen, Gastanks, Bäume und Schrott an einer Brücke über die Ahr in Altenahr-Kreuzberg (Rheinland-Pfalz). © dpa

Mehr als 8.000 Leser der Sächsischen Zeitung hatten im Sommer unter dem Motto „Sachsen gibt zurück“ eine Million Euro für die Flutopfer in Nordrhein-Westfalen und in Rheinland-Pfalz gespendet. Das Geld ging an vier Zeitungsverlage und ihre Stiftungen, die wie „Lichtblick“ funktionieren. Außerdem gab es auch in Sachsen einige Flutopfer, denen geholfen wurde. 3.000 Euro gingen etwa an eine Familie in Wilthen, deren Haus überschwemmt worden war.

An der Ahr wurde ausgezahlt

250.000 Euro hat „Lichtblick“ an die Rhein-Zeitung in Koblenz überwiesen. Das Geld floss in den Topf der Stiftung „Helft uns leben“, die insgesamt vier Millionen Euro gesammelt hat. Chefredakteur Lars Hennemann berichtet, dass das Geld nach einem Schlüssel an vier Gebietskörperschaften geflossen ist, am meisten bekamen die Gebiete Bad Neuenahr/Ahrweiler und Altenahr. Von 1.500 Hilfsanträgen wurden die 400 dringendsten nach intensiver Prüfung genehmigt und jeweils 10.000 Euro ausgezahlt. Die Aktion ist beinahe abgeschlossen. Lars Hennemann betont, dass diese Hilfen deutlich schneller bei den Opfern angekommen sind als die staatlichen, auf die fast alle noch warten. „Vielen, vielen Dank an alle Lichtblick-Spender!“

Hagen sammelt noch Härtefälle

Ebenfalls 250.000 Euro sind über die Westfalenpost an die besonders vom Hochwasser betroffene Stadt Hagen gegangen. „Zunächst noch einmal ein dickes Dankeschön für die großartige Spendenaktion“, schreibt Oberbürgermeister Erik O. Schulz und teilt nun allerdings mit, dass die Stadt noch immer dabei sei, die Härtefälle zu sammeln. Er verspricht, die SZ-Leser auf dem Laufenden zu halten.

Unterstützung für zwei Eifeldörfer

Schlimm getroffen hat es auch die Eifel-Dörfer Zweifall und Vicht, in denen 400 Familien ihre Häuser verlassen mussten und dringend Hilfen für neue Einrichtungen und die Handwerker benötigen. Das Medienhaus Aachen und die Stiftung „Menschen helfen Menschen“ entschieden deshalb, dass die Viertelmillion Euro von Lichtblick in diese beiden Dörfer fließen. Bernd Büttgens vom Medienhaus, der in einer großen Reportage für die SZ über die Dörfer berichtet hatte, erklärt, dass das Geld aus Dresden angekommen sei und gerade ausgezahlt wird. Dabei hilft ein Punktesystem, das über Bedürftigkeit bestimmt.

Hilfen für 35 betroffene Familien

100.000 Euro gingen schließlich an das Verlagsunternehmen Weiss-Druck in Monschau, das unter anderem den Wochenkurier herausgibt. Dort wurden 35 Mitarbeiter vom Hochwasser schwer getroffen, berichtet Geschäftsführer Thomas Haas. Bisher konnten 23 Familien mit Beträgen zwischen jeweils 3.500 und 4.500 Euro geholfen werden. Auch Haas sagt: „Die Dankbarkeit der Betroffenen war extrem ergreifend.“