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So läuft der bundesweite Warntag in SOE

Zum ersten Mal bekommen Mobiltelefon-Besitzer einen Hinweis - ohne dass sie sich registriert hätten. Aber auch die Sirenen heulen los.

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Sirene im Pirnaer Ortsteil Graupa. Auch diese Sirene wird am 8. Dezember zur Probe angehen.
Sirene im Pirnaer Ortsteil Graupa. Auch diese Sirene wird am 8. Dezember zur Probe angehen. © Daniel Förster

Viele haben bereits die Vorwarnung zur Warnung bekommen: Mobilfunk-Anbieter haben ihre Kunden darüber informiert, dass am Donnerstag, 8. Dezember, der nächste bundesweite Warntag stattfindet. Neu dabei ist, dass auch Mobiltelefone mit einem Hinweis angefunkt werden, auf denen keine Warn-App installiert ist und die auch nicht für irgendeinen SMS-Dienst angemeldet sind. Die SZ erklärt, wie der bundesweite Warntag laufen wird. Quelle der Angaben ist das Landratsamt in Pirna.

Wann hat ein Warntag zum ersten Mal stattgefunden?

Der erste bundesweite Warntag fand im September 2020 statt.

Was sind die Ziele des Warntags?

Der Warntag dient dazu, die Bevölkerung für Warnmeldungen zu sensibilisieren. Weiterhin soll auf die verfügbaren Wege und Mittel aufmerksam gemacht werden – im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge sind das insbesondere die Sirenen sowie die Apps Biwapp und Nina. Mit dem bundesweiten Warntag soll das Wissen in Notlagen erhöht und somit die Selbstschutzfähigkeit gesteigert werden. Zudem können mögliche technische Probleme gefunden und behoben werden.

Wer ist verantwortlich für den Warntag?

Für die Vorbereitung und Organisation des Warntags auf Bundesebene ist das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe zuständig, auf Länderebene die jeweiligen Innenministerien und auf der Ebene der Kommunen die für den Katastrophenschutz zuständigen Behörden.

Was genau passiert am Warntag?

Am 8. Dezember 2022 wird um 11 Uhr eine Probewarnung an alle Warnmultiplikatoren (z. B. Rundfunksender, App-Server) geschickt, die am Modularen Warnsystem (MoWaS) des Bundes angeschlossen sind. Die Warnmultiplikatoren versenden die Probewarnung in ihren Systemen bzw. Programmen an Endgeräte wie Radios und Warn-Apps (z. B. die Warn-App Nina), auf denen die Bevölkerung die Warnung lesen oder hören kann. Parallel werden die in den Kommunen verfügbaren kommunalen Warnmittel eingesetzt. Im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge wird das Sirenensignal 3 „Warnung vor einer Gefahr“ ausgestrahlt (6 Töne von jeweils 5 Sekunden Dauer mit 5 Sekunden Pause).

Zudem wird in diesem Jahr erstmalig eine Probemeldung auf dem Warnkanal Cell Broadcast ausgegeben. Damit können Mobiltelefone innerhalb einer bestimmten Funkzelle eine Warnmeldung erhalten, ohne das vorab eine App installiert werden muss. Ältere Mobiltelefone können allerdings diese Meldung eventuell nicht empfangen.

Um 11:45 Uhr gibt es Entwarnung, die ebenfalls an alle Warnmultiplikatoren gesandt wird. Im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge wird dafür das Sirenensignal 4 „Entwarnung“ ausgestrahlt (einminütiger Dauerton). (SZ)

Weitere Informationen und Kontakt gibt es hier.