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Kretschmer: "Wir werden diese schwere Krise meistern"

Beim Besuch des Waldbrandgebietes in Nordsachsen zeigt sich Ministerpräsident Kretschmer emotional. Ihn erinnert das Geschehen an die große Elbeflut von 2002.

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Michael Kretschmer begutachtet die Schäden in dem an Brandenburg angrenzenden Waldbrandgebiet in Nordsachsen.
Michael Kretschmer begutachtet die Schäden in dem an Brandenburg angrenzenden Waldbrandgebiet in Nordsachsen. © dpa/Sebastian Kahnert

Arzberg. Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat den Menschen in den von Waldbränden betroffenen Gebieten des Freistaates Hoffnung gemacht. "Wir halten hier zusammen. Wir werden diese schwere Krise meistern", sagte er am Samstag bei einem Besuch im nordsächsischen Arzberg.

In dem an Brandenburg angrenzenden Gebiet hatte sich die Lage am Samstag bereits entspannt. Anders sieht das derzeit bei dem Feuer in der Sächsischen Schweiz aus. Dort hatte sich Kretschmer bereits am Vortag ein Bild gemacht.

Kretschmer, der von Sachsens Innenminister Armin Schuster begleitet wurde, zeigte sich auch in Nordsachsen emotional berührt: "Das nimmt mich deswegen mit, weil es meine sächsische Heimat ist, weil ich sehe, wie die Menschen hier auch leiden, wie sie an der Grenze der Erschöpfung sind."

Bei ihm seien die Bilder aus dem Hochwasser von 2002 wieder präsent, als er selbst als Katastrophenhelfer bei den Maltesern mitgewirkt habe. Er spüre jetzt auf einmal wieder diese Erschöpfung und Hoffnungslosigkeit, aber auch die Kraft, die es damals gab. Am Vortag bei einer Visite in Bad Schandau in der Sächsischen Schweiz hatte er angesichts der Schäden gesagt: "Es bricht mir das Herz."

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Kretschmer bezifferte am Samstag die Schäden und Kosten für den Brandeinsatz auf "viele Millionen Euro". Künftig werde man auch über die Wasserhaltung im Wald neu nachdenken müssen.

In der Vergangenheit hätten naturschutzfachliche Gründe dem entgegengestanden. "Wir müssen das jetzt anders bewerten (...) Das muss man fachlich diskutieren." Aber jetzt gehe es erst einmal darum, denen zu helfen, die aktuell "im Feuer stehen", sagte Kretschmer mit Blick auf die Feuerwehrleute. (SZ/dpa)