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Pirna

Katholiken werden weniger

Die Kirche kämpft mit weniger Aufnahmen und mehr Austritten. Die Folge: Nur noch eine Gemeinde in der Region.

Fast 1700 Menschen hat das Bistum Dresden-Meißen als Mitglieder verloren.
Fast 1700 Menschen hat das Bistum Dresden-Meißen als Mitglieder verloren. © Symbolbild/dpa

Weniger Taufen und Erstkommunionen, mehr Bestattungen und Austritte: Das ist die Statistik der katholischen Pfarreien Sankt Heinrich und Sankt Kunigunde für 2018. Sie decken im Wesentlichen den Ex-Kreis Sächsische Schweiz ab.

In ihnen sind 3 399 Katholiken erfasst. 34 Bestattungen stehen zwölf Taufen und 13 Erstkommunionen gegenüber. 49 Katholiken traten aus ihrer Kirche aus. Diese Zahlen liegen jeweils über bzw. unter dem Durchschnitt des Bistums Dresden-Meißen. Die Austritte machen Bischof Heinrich Timmerevers besonders traurig. „Unser Kirchenschiff ist auch in unserer Region in schwerem Fahrwasser unterwegs. Fast 1.700 Gläubige haben in unserem Bistum im letzten Jahr ihrer Kirche den Rücken gekehrt. Eine Zahl, die weh tut, die betroffen und nachdenklich macht“, sagt er.

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Die insgesamt sinkende Zahl der Katholiken hat für deren Strukturen zur Folge, was auch Kommunen sowie die evangelisch-lutherische Kirche machen: Sie fusionieren und streichen Stellen. Nachdem es bereits 2002 und 2007 Zusammenschlüsse von katholischen Pfarreien gab, folgte im vergangenen Jahr ein weiterer. Mit dem Renteneintritt des langjährigen Heidenauer Pfarrers Peter Opitz wurde diese Stelle nicht wieder besetzt, die Heidenauer Sankt Georg-Gemeinde ging in der Pirnaer Kunigunden-Gemeinde auf, die wiederum mit der Heinrich-Pfarrei zusammenarbeitet. Gemeinsam bilden sie die größten im Umkreis von Dresden.

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