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Bischofswerda

Kaufinteressent für ehemalige Handelsgenossenschaft

Am Burkauer Ortsausgang Richtung Schönbrunn könnte ein kleines Gewerbegebiet entstehen. Schon jetzt verändert sich dort das Ortsbild.

Bekommt Burkau ein neues kleines Gewerbegebiet?
Bekommt Burkau ein neues kleines Gewerbegebiet? © Thorsten Eckert

Burkau. Die Büro- und Lagergebäude der einstige Bäuerlichen Handelsgenossenschaft (BHG) in Burkau stehen zum Verkauf. Über einen Kamenzer Makler sucht die Gemeinde einen neuen Eigentümer für die an der Straße nach Schönbrunn gelegene Immobilie – Preis für Gebäude und das rund 3 500 Quadratmeter große Grundstück 65 000 Euro. Mehrere Interessenten fragten bereits an. Doch ihre Konzepte passten nicht zu den Vorstellungen der Gemeinde, sagte Bürgermeister Sebastian Hein (CDU). Nun liege erneut eine Kaufanfrage vor. Nutzen lässt sich die Immobilie nahe des ehemaligen Burkauer Bahnhofes ausschließlich gewerblich.

Nicht nur bei der früheren BHG könnte sich das Ortsbild in diesem Teil Burkaus in absehbarer Zeit ändern. Im benachbarten ehemaligen Betonwerk, das die Gemeinde im Jahr 2018 kaufte, um dort ihren Bauhof unterzubringen und ihn zukunftssicher aufzustellen, laufen bereits umfangreiche Arbeiten. Der Bau des neuen Sozialgebäudes für die Beschäftigten der kommunalen Einrichtung steht vor dem Abschluss. Mitte Dezember soll es bezugsfertig sein, sagte Sebastian Hein. Die Gemeinde investiert rund 200 000 Euro in den Neubau. Für das kommende Jahr plant sie, das bisherigen Bauhofgebäude am Freibad abzureißen. Seit dem Umzug des Bauhofes im vergangenen Jahr nutzt der bereits die große Halle auf dem Gelände des ehemaligen Betonwerkes. Wäre der Bauhof nicht umgezogen, wäre es erforderlich gewesen, für ihn eine neue Halle zu errichten.

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Die Gemeinde kaufte mit den Gebäuden des Betonwerkes, dessen Wurzeln bis auf das Jahr 1903 zurückgingen, reichlich einen Hektar Land. Ihr Bauhof braucht nur die Hälfte dieser Fläche. Die andere Hälfte steht Gewerbetreibenden zur Verfügung, bevorzugt Unternehmern aus dem Gemeindegebiet, die sich erweitern bzw. verändern wollen. Damit könnte in der Perspektive an der Straße nach Schönbrunn ein kleines Gewerbegebiet entstehen. Es wäre das zweite im Ort. Der Burkauer Bauhof hat acht Beschäftigte, mitgerechnet die beiden Schwimmmeister, die den Winter über im Bauhof arbeiten. Gleich nebenan im alten Bahnhof hat sich vor Jahren eine Ausbildungsgesellschaft für Baumaschinenführer niedergelassen. Sie sanierte das historische Empfangsgebäude und nutzt auch das Freigelände für die Ausbildung.

Burkaus großes Gewerbegebiet an der Säuritzer Straße ist bereits zu 100 Prozent belegt. Die dort ansässigen Firmen, darunter ein großer Landmaschinenhändler, eine Metallbaufirma, ein Solarunternehmen und seit kurzem auch ein deutschlandweit tätiges Logistikunternehmen und eine Zimmerei, sichern in der Summe 160 Arbeitsplätze, sagt Sebastian Hein. (SZ/ir)

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