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Kein Ankerzentrum auf der Hamburger

Die Stadtratsmehrheit von Rot-Rot-Grün will erst die Sicherheitslage dort verbessern.

© Sven Ellger

Während sich die Dresdner CDU klar für die Einrichtung eines Ankerzentrums auf der Hamburger Straße ausgesprochen hat, lehnte die Mehrheit der Stadträte dies ab. Vielmehr soll der Oberbürgermeister Gespräche mit der Staatsregierung aufnehmen, wie die Sicherheitslage in der Erstaufnahmeeinrichtung verbessert werden kann und welchen Beitrag die Stadt dazu leisten könne. Solange nicht alle Voraussetzungen von Bund und Land geschaffen werden, um die Situation auf der Hamburger Straße zu verbessern, könne die Einrichtung nicht in ein Ankerzentrum umgewandelt werden.

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Es sei unklar, ob dort Familien und minderjährige unbegleitete Flüchtlinge aufgenommen werden sollen und wie es mit der Schulpflicht geregelt wird, bemängelten Stadträte von SPD und Grünen. Außerdem benötige man keine Masseneinrichtungen, um Asylverfahren schneller bearbeiten und abschließen zu können.

Ankerzentren würden aber sowohl Asylsuchenden als auch den Dresdnern nutzen, sagte Jan Donhauser (CDU). Es sei zudem nicht redlich von anderen Stadträten, wenn sie das Ankerzentrum schlecht reden, ohne zu wissen, was sich genau dahinter verbirgt. Doch genau dies sei das Problem, das nicht bekannt ist, sagte Vincent Drews von der SPD. (SZ/kh)