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Kein beruhigender Befund

SZ-Redakteur Daniel Klein kommentiert die Niederlagen des FC Bayern.

Ganze zwei Unentschieden hatte der FC Bayern bis zum frühzeitigen Gewinn der Meisterschaft zugelassen, um danach keines der drei Bundesligaspiele mehr zu gewinnen. Nun sind es sogar schon zwei Niederlagen in Folge. Das ist unbestritten konsequent. Und mit gleicher Konsequenz beschwichtigen Spieler wie Verantwortliche: Alles logisch, alles erklärbar, alles im Griff. Wirklich?

Die beiden bisher einzigen Duelle, die für die Münchner nach dem 25. März noch wichtig waren, haben sie erfolgreich gemeistert. Doch auch bei den beiden Viertelfinal-Partien in der Champions League gegen Manchester United konnte man beobachten, wie die gewohnte Souveränität abhanden gekommen war, keine Dominanz mehr demonstriert wurde, wie es mehr krampfte als glänzte – natürlich gemessen an den eigenen, meisterlichen Maßstäben. Deshalb muss man noch keine Krise herbeireden, der Trend aber lässt sich nicht wegdiskutieren. Mit Blick aufs Halbfinale gegen Real Madrid ist das kein beruhigender Befund.

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Es war ein Fehler von Pep Guardiola, die Bundesliga für beendet zu erklären. So logisch das aus seiner Sicht ist, so sehr bietet er seinen Spielern ein Alibi für unkonzentrierte, uninspirierte Auftritte wie gegen Dortmund. Passen die Münchner nicht auf, zieht ein Schlendrian ein, den sie nur schwer wieder loswerden.

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