Merken

Kein Freibrief für Naturzerstörung

Die Bürgerinitiative traf sich mit dem Geschäftsführer des Kieswerkes. Doch die Kritik am neuen Tagebau bleibt scharf.

Teilen
Folgen
© Symbolfoto/Brühl

Würschnitz. Eine Bürgerinitiative kämpft gegen den geplanten Kiessandtagebau Würschnitz-West. Jetzt traf sie sich mit dem Geschäftsführer des Kieswerkes Ottendorf-Okrilla, Thomas Gruschka. Doch auch nach dem Gespräch bleibt die Kritik der BI gegen das Vorhaben scharf. Zwar würdigen die Anwohner das Bemühen der Antragsteller zur umfassenden Erfassung von Wirkfaktoren wie Lärm- und Staubemission. Diese werden aber bagatellisiert, so die Würschnitzer. Wenig überzeugend sei außerdem die Kontrolle von Schutzmaßnahmen durch das Oberbergamt. Die BI zitiert aus einem jüngsten Gutachten, dass „durch die gezielte Verkippung von Bauschutt zur Auffüllung bisheriger Tagebaufelder Nitrate, Nitride und Phosphate ins Grundwasser gelangen“. Hier habe das Oberbergamt womöglich seine Kontrollfunktion grob vernachlässigt, behauptet die BI. Eine andere Meinung vertritt die Initiative auch zu den zusätzlichen Transporten, egal von welcher Seite und zur Abholzung von 107 Hektar Wald. Damit werde die Lebensqualität erheblich beeinträchtigt. „Dem Kiesabbau darf kein Vorrang vor dem Erhalt wertvoller Lebensräume für Mensch und Natur eingeräumt werden“, so die Initiative. (SZ)

www.bi-wuerschnitz.de