merken

Radebeul

Kein gesunder Menschenverstand

SZ-Lokalchef Peter Redlich über die gerade eingeführte Bon-Pflicht. Ein Kommentar.

Peter Redlich
Peter Redlich ©  SZ-Fotomontage

Die Reaktion der Kunden auf die neu eingeführte Pflicht, für alles einen Kassenzettel zu drucken, ist eindeutig: ablehnend. Beim Bäcker, beim Gemüsehändler, am Marktstand wird es nicht anders sein, lässt der Kunde den Zettel liegen. Sondermüll für die Tonne, verordnet von oben. Liegen gelassen wird der Zettel beim Bäcker nicht nur, weil die Leute ihn nicht brauchen, sondern weil sie wissen, dass die Steuerbetrüger ganz woanders zu finden sind als in den heimischen Backstuben. 

Schon am ersten Tag ist abzusehen, was hier zusätzlich für ein Aufwand notwendig ist. Nicht nur bei den Verkäufern, sondern sicher auch in den Finanzämtern, die das ja alles kontrollieren sollen und ziemlich sicher gar nicht können.

Ab auf den Grill

Worauf muss man beim Grillen achten und was schmeckt am besten auf dem Grill? Egal zu welcher Jahreszeit - Grillen macht immer Spaß und verbindet.

Erstaunlich sinnfrei ist obendrein das, was noch kommen soll. Nämlich der Kassenzettel, auf dem selbst der Strichcode für das einzelne Brötchen erscheinen soll. Kleinste Posten, die per Eingabe in der Kasse sowieso registriert sind, sollten nur auf Wunsch der Kunden auf Papier ausgedruckt werden. Doch diesen Vorschlag wollte bei den Gesetzesmachern keiner hören. Gesunder Menschenverstand – wie ihn die Kunden zeigen, indem sie die Zettel liegen lassen – ist was anderes.

E-Mail an Peter Redlich

Weiterführende Artikel

Symbolbild verwandter Artikel

Ein Bon für ein Brötchen

Ab sofort muss jeder Kunde einen Beleg bekommen – wie das schon am ersten Tag gehandhabt wird.