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Kein neuer Radweg an der B 98

Sachsens Straßenbaubehörde sieht ein Platzproblem in Neukirch. Die Gemeinde sucht nun nach Alternativen.

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© Regina Berger

Neukirch. Die Gemeinde Neukirch plant ein Radwegekonzept. Bestehende Nebenstraßen und Wege im Ort sollen in den kommenden Jahren so miteinander kombiniert und ausgeschildert werden, dass ein gefahrloses Radfahren möglich ist. „Wir setzen dabei vor allem auf die Kompetenz im Ort“, sagte Bürgermeister Jens Zeiler (CDU). Fürs Niederdorf sehe er kein Problem. Dort gibt es wenig befahrene Parallelstraßen zur B 98. Schwieriger sei es in der Ortsmitte – und ganz kompliziert im Oberdorf in Richtung Ringenhain. „Dafür haben wir noch keine Lösung“, so der Bürgermeister.

Viele Neukircher wünschen sich einen Radweg entlang der Bundesstraße. Das zuständige Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) erteilte dem im Frühjahr auf SZ-Anfrage eine Absage. Auch im Bereich des reichlich einen Kilometer langen Abschnittes zwischen der Alten Eisengießerei und dem Forstweg, dessen Sanierung jetzt geplant wird, soll kein Radweg entstehen. Dafür reiche der Platz nicht aus, begründete es eine Lasuv-Sprecherin.

Ortsumfahrung als Alternative

Höhere Sicherheit auf und an der B 98 in Neukirch ist ein Problem, das viele im Ort bewegt. Ein Gewerbetreibender schlug vor einigen Jahren vor, die B 98 zur Ortsstraße abzustufen und so einen Großteil des Durchgangsverkehrs aus dem Ort zu nehmen. Als Alternative biete sich die Ortsumfahrung Bischofswerda/Berthelsdorf bis Neustadt und weiter die Hohwaldstraße nach Steinigtwolmsdorf an. Dieser Weg ist zwar länger. Da er aber kaum durch Ortschaften führt, dürfte die Fahrzeit kaum mehr sein. Pläne für eine Umstufung der Straßen gibt es laut Lasuv jedoch nicht.

Ein Konzept fürs sichere Radfahren durch Neukirch ist eine von zahlreichen Maßnahmen, die die Lebensqualität im Ort erhöhen sollen und die Bürgermeister Zeiler jetzt auf einer Einwohnerversammlung vorstellte. Weitere Punkte sind unter anderem schnelles Internet, die Arbeit an einer Tourismuskonzeption, mehr Sauberkeit im Ort und bessere Kommunikation zwischen Bürgern und Rathaus. In den jetzt vorgestellten Maßnahmekatalog flossen Bürgerwünsche ein, die während einer Befragung im Mai geäußert wurden. (SZ/ir)