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Bautzen

Kein Tempo-30-Limit an der B 96 

Seit einem Dreivierteljahr will Königswartha den Verkehr zwischen Fleischerei und Gutsstraße verlangsamen. Das scheitert jetzt an einem Amt.

Tempo 30 an der B 96 in Königwartha? Diese Frage sorgt immer noch für Diskussionen.
Tempo 30 an der B 96 in Königwartha? Diese Frage sorgt immer noch für Diskussionen. © Steffen Unger

Königswartha. So richtig verstehen kann der Königswarthaer Bürgermeister Swen Nowotny (CDU) das Argument des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) nicht. Dieses Amt hat letztlich entschieden, dass es kein Tempo-30-Limit zwischen der Bahnhof- und der Gutsstraße an der B 96 geben wird. Dabei sah das bei einer Vor-Ort-Besichtigung im Mai noch anders aus.

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Gerade diese rund 200 Meter sind nämlich nicht nur ziemlich befahren, sondern es führen mehrere Zufahrten auf die Bundesstraße. Da geht es von der Bahnhofstraße vom Gemeindeamt kommend nach rechts ab, wo zuerst der Fleischer folgt, vor dem oft geparkt wird. Fast gegenüber befindet sich die Ein- und Ausfahrt zum DRK-Pflegeheim. Danach folgt auf dem ehemaligen Gutsgelände rechts der neue Netto-Markt. Die Geschwindigkeitsbegrenzung sollte dann an der Kreuzung Gutsstraße/Winzeweg enden. Denn auch hier hat der Verkehr aus den kleinen Straßen auf die Bundesstraße zugenommen. Autofahrer vermeiden so den Stopp an der Ampelkreuzung zur B 96. Das Lasuv begründet seine Entscheidung damit, dass das DRK-Seniorenzentrum mit dem Pflegeheim nicht direkt an der B-Straße liegt und sieht somit keinen Grund, die Geschwindigkeit zu begrenzen. Swen Nowotny findet, dass dies zu kurz gedacht ist, weiß aber auch, „dass in Deutschland immer erst etwas passieren muss, ehe reagiert wird“. Vom Lasuv gibt es jedoch ein Zeichen: „Es handelt sich hier um eine nicht ganz eindeutige Norm, sodass wir den Vorgang nochmal überprüfen werden“, sagt Sprecherin Isabel Pfeiffer.