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Kein Wasserrad mehr am Spree-Eck

Der Ebersbach-Neugersdorfer Stadtrat beendet eines von 70 Vorhaben zur Beseitigung von Hochwasserschäden, bevor es richtig begonnen hat.

© Sampedro

Von Gabriela Lachnit

Künftg wird es im Fluss am Spree-Eck in Ebersbach kein Wasserrad mehr geben. Das haben die Stadträte von Ebersbach-Neugersdorf beschlossen und damit eines von insgesamt 70 Vorhaben zur Beseitigung von Hochwasserschäden gekippt.

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76 000 Euro Fördergeld waren bereits für ein separates Becken außerhalb des Spreelaufs bewilligt worden. In diesem Becken sollte das Wasserrad betrieben werden, weil es im Fluss bei jedem Hochwasser eine Gefahr für den ungehinderten Abfluss des Wassers darstellt und mit erneuten Beschädigungen am Rad zu rechnen ist. Das sah auch die Untere Wasserbehörde so und genehmigte das Konzept.

Allerdings beinhaltet die Schadensbeseitigung auch den Fischaufstieg im Fluss. Der habe Vorrang vor dem Wasserrad. Die hydrologische Untersuchung ergab, dass in regenarmen Zeiten das Spreewasser nicht für beide – Rad im Becken und Fischtreppe – reicht. Das Rad stünde oft still und würde austrocknen. Die Stadträte stellten die Nachhaltigkeit der Investition auf den Prüfstand und entschieden, das Wasserrad nicht mehr aufzubauen. Es bleibt eingelagert. Das Fördergeld wird nicht verwendet. Es ist zu prüfen, ob die Kosten für Planungsleistungen vom Fördergeld beglichen werden können oder ob die Stadt das aus ihrer Kasse bezahlen muss.