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Keine alltägliche Spende

Der Gemeinderat nimmt von der Firma Flechting 2 000 Euro an. Warum dabei getuschelt wird.

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© Symbolbild/dpa

Von Jörg Richter

Brößnitz. Versuchte Beeinflussung oder einfach nur eine gute Geste durch die neue Betriebsleitung? Eine Spende der Firma Flechting hat eben diese Reaktionen unter den Gemeinderäten ausgelöst, als sie auf der letzten Versammlung in Weißig auf der Tagesordnung stand. Hintergrund: Das Unternehmen am Rande von Brößnitz hatte bis vor Kurzem noch eine Asphaltmischanlage geplant. Die Brößnitzer stehen dem Steinbruch nach wie vor skeptisch gegenüber.

Auf der Einwohnerversammlung Mitte März präsentierte Flechting die neue Betriebsleiterin Kathrin Klandt. Mit ihr ist scheinbar ein neuer Führungsstil im Steinbruch eingezogen. Sie setzt auf Verständigung zu den Brößnitzern, nicht auf Konfrontation. „Es ist nicht das erste Mal, dass wir etwas spenden“, sagt sie. Zum Beispiel sei das Kinderheim Walda bereits in den Genuss einer Flechtling-Spende gekommen. „Wir wollen was für die Region tun“, sagt Kathrin Klandt. Dass die 2 000 Euro für die Feuerwehr Brößnitz verwendet werden, sei einzig und allein von der Gemeinde Lampertswalde entschieden worden.

Das bestätigt auch Bürgermeister Wolfgang Hoffmann. Ursprünglich sollte mit dem Geld das Garagentor des Brößnitzer Gerätehauses ausgebessert werden. „Aber fürs Tor wird das Geld nicht reichen“, so Hoffmann. Es soll nun für eine neue Ausrüstung der Brößnitzer Feuerwehrleute verwendet werden.

Diese sollte eigentlich mit Fördermitteln der Kreisbrandmeisterei angeschafft werden. Doch in diesem Jahr hat die Kreisbrandmeisterei kein Geld für Ausrüstung übrig, weil der Freistaat Sachsen seine jährlichen Zuwendungen für die Feuerwehren gekürzt hat. Nur der Kauf von Fahrzeugen und der Bau von Gerätehäusern werden zurzeit unterstützt. (mit krü)