Meißen
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"Keine Anzeichen für größeren Arbeitsplatzabbau"

Zu wenig Fachkräfte, knapper werdende Industrieflächen: Ein aktueller Lagebericht schätzt die Wirtschaftslage im Landkreis ein.

Von Christoph Scharf
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In Riesa hat zuletzt die Firma Rime eine Werkhalle gebaut.
In Riesa hat zuletzt die Firma Rime eine Werkhalle gebaut. © Archivfoto: Sebastian Schultz

In Riesa an der Lauchhammerstraße ist es deutlich sichtbar: Die Wirtschaftslage im Landkreis hat sich zuletzt deutlich verbessert. Der Metallspezialist Rime hatte sich dort 2018 mit einer weiteren Werkhalle erweitert. Ein Beispiel für die positive Entwicklung in der Region, wie aus dem jetzt veröffentlichten Jahresbericht 2018 der Wirtschaftsförderung Region Meißen (WRM) hervorgeht. Demnach ist die Arbeitslosenquote im Landkreis erneut zurückgegangen. Etliche Unternehmen seien dabei, sich zu erweitern – neben Rime in Riesa etwa ein Zerkleinerungsspezialist in Nossen und ein Stahlbauunternehmen in Meißen. Auch in der ehemaligen Großschlachterei Ebersbach gehe es voran, mit einem Projekt zum Anbau von medizinischem Cannabis.

2018 sei konstant häufig nach Industrie- und Gewerbeflächen und Gewerbeobjekten gefragt worden, so die WRM. Ein Schwerpunkt sei der Bereich Logistik gewesen – wo allerdings vor allem autobahnnahe Flächen benötigt würden. Solche Angebote seien im Landkreis jedoch „überschaubar“. Bei Industrieflächen seien mittlerweile nur noch in Großenhain größere Flächen frei. Nossen plane, an der Autobahn Flächen zu erweitern, das sei auch in Thiendorf an der A 13 sinnvoll.

Für das Jahr 2018 verzeichnet die WRM drei nennenswerte Insolvenzen von ansässigen Unternehmen. Überall würden sich aber gute Weiterführungsprognosen andeuten. Somit gebe es keine Anzeichen, dass Unternehmen aus der Region einen größeren Arbeitsplatzabbau vorsehen. Der Bericht bezieht sich auf das Jahr 2018, wurde aber erst jetzt für die jüngste Kreistagssitzung veröffentlicht.