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Was hat Großinvestor Thomas Bohn im Ostragehege vor?

Der Dresdner Unternehmer hat große Flächen auf dem Areal gekauft. Für seine Nachbarn soll das keine Nachteile haben.

Investor Thomas Bohn. © Robert Michael

Noch schweigt Investor und Ex-Dynamo-Aufsichtsratschef Thomas Bohn über seine Pläne im Ostragehege. Trotz mehrmaliger Anfrage der Sächsischen Zeitung will er bisher keine Details mitteilen, was er mit jenen Flächen vorhat, die er im vergangenen Herbst von der städtischen Gesellschaft DGI erworben hat. Dazu gehören neben der Fettschmelze und dem Amtsschlachthof auch das „gelbe Haus“ und das Haus 11 auf der Ostrahalbinsel. Bohn hatte gegenüber der Sächsischen Zeitung jedoch geäußert, dass er die denkmalgeschützten Gebäude schrittweise sanieren will.

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Die Fettschmelze des ehemaligen Erlweinschen Vieh- und Schlachthofs im Ostragehege. © René Meinig

Aus einer Antwort der Stadtverwaltung auf eine Anfrage von CDU-Stadtrat Gottfried Ecke geht hervor, dass in den Kaufverträgen Investitionen in die Gebäude festgeschrieben worden sind. Außerdem wurde dabei auch ein Konkurrenzschutz zugunsten der Messe festgelegt, genauso wie der Umstand, dass Thomas Bohn sich mit seinen Nachbarn künftig abstimmen muss. Nach Auskunft der Stadtverwaltung ist ein Ausbau für Wohnungen nicht erlaubt. Das besagt der Flächennutzungsplan. Stattdessen würden Büronutzungen und Dienstleistungen funktionieren. Genauso wie Sport- und Freizeitnutzungen.

Die Fettschmelze und ein Seitengebäude. © René Meinig

Kurze Aufregung hatte es gegeben, als das Gerücht von einer Diskothek neben dem neuen Trainingszentrum von Dynamo Dresden umging. Das hatte Bohn jedoch entschieden dementiert. Im Raum steht nun noch, ob der Dresdner Unternehmer, der vor einigen Jahren die Onlinedruckerei Saxoprint gewinnbringend verkauft hat, künftig auch noch die Futterställe erwerben wird. Diese wurden in den vergangenen Jahren vom Kunstfestival Ostrale genutzt. Allerdings sind einige Genehmigungen ausgelaufen, sodass die Ostrale in diesem Sommer auf die Messe ausweichen muss. Derzeit würde „in Abhängigkeit zur künftigen Unterbringung der Ostrale“ über den Verkauf der Futterställe verhandelt.

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