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Keine Lösung für Schafsbrücke

Schulkinder müssen einen Umweg machen, weil ein sächsisches Amt blockt.

© Klaus-Dieter Brühl

Von Manfred Müller

Ebersbach. Die seit Dezember gesperrte Kalkreuther Röderbrücke wird in naher Zukunft nicht wieder begehbar sein. So lautete das Fazit einer Diskussion im Gemeinderat von Ebersbach. Ratsmitglied Tilo Groß hatte angeregt, dass sich alle Beteiligten – also die Kommune, die Landestalsperrenverwaltung (LTV) und die Grundstücksanlieger – an einen Tisch setzen und nach einer Lösung suchen. Es müsse einfach etwas gemacht werden. „Einfach“ gehe in Deutschland nichts, hielt Bürgermeisterin Margot Fehrmann entgegen.

Stars im Strampler aus Großenhain
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Die sogenannte Schafsbrücke befindet sich im Eigentum des Freistaates Sachsen. Dessen Talsperrenverwaltung fühlt sich allerdings nicht für den Fußgängerverkehr zuständig. Die Brücke wurde bisher vor allem von Kalkreuther Kindern als Schulweg genutzt. Diese müssen nun die längere Strecke durch den Ort in Kauf nehmen. Auch Radfahrer und Spaziergänger frequentierten den Röder-Übergang, der mal Teil eines Auen-Wanderweges war.

Die LTV plant zurzeit keine Instandsetzung, da die Brücke nicht betriebsnotwendig sei. Die Gemeinde will die Sanierungskosten von geschätzt 20 000 Euro ebenfalls nicht übernehmen. „Es gibt zwar Förderprogramme, die bis zu 90 Prozent der Kosten abdecken“, sagt Margot Fehrmann. „Aber das Geld bekommt nur der Eigentümer, und der sind wir nicht.“