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Keine neue Straße für Trebus vor 2019

Zunächst ist ein Bauabschnitt im Ort vorgesehen. Dieser bringt einen Gehweg und eine Lösung für das Regenwasser.

© André Schulze

Von Steffen Gerhardt

Trebus. Frühestens 2019 wird die Hauptstraße in Trebus grundhaft ausgebaut. So die Information aus dem Landratsamt, das zuständig für die Kreisstraße ist. Nach Aussage des Amtes für Hoch- und Tiefbau soll die Straße in zwei Abschnitten erneuert werden. Der erste ist für 2019 vorgesehen und umfasst den Abschnitt zwischen Denkmal und Ortsausgang. Zu dem neuen Straßenaufbau sind einige begleitende Baumaßnahmen vorgesehen, sagt Pressesprecherin Julia Bjar. „Die Regenentwässerung wird mittels Druckleitung bis zum Grenzgraben geführt. Dazu ist ein Pumpwerk erforderlich. Hinzu kommt eine Neuprofilierung des Grenzgrabens und die Erneuerung der Rohrleitung zwischen Grenzgraben und Neugraben.“ Somit ist es mit einer neuen Straßendecke allein nicht getan.

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Das würde den Trebusern sowieso nicht reichen, denn die Hauptstraße ist schon seit Jahren ein Ärgernis, vor allem für die Anwohner wie Lothar Balzer. „Das Regenwasser ist ein großes Problem. Es staut sich stellenweise auf der Straße und kann nicht abfließen, weil Durchlässe und Gräben verstopft und zugewachsen sind“, berichtet der Trebuser. Dadurch dringt Wasser auf die Grundstücke und überschwemmt sie.

Dass die Straße eine Rundum-Erneuerung braucht, ist dem Landkreis seit Längerem bekannt – und die Gelder dafür im Kreishaushalt eingeplant. Bereits Anfang Juni 2015 informierten Amtsleiter Dieter Peschel und Sachgebietsleiter Jens Ziegler die Einwohner darüber, was gemacht werden soll. Zehn Monate später wurde den Hähnichener Gemeinderäten versichert, dass es spätestens im Herbst 2016 losgehen soll. Dieser Termin ist auch Lothar Balzer noch in Erinnerung. „Aber bisher hat sich nichts getan“, sagt er. Im Hintergrund schon, denn der Straßenbau ist zu Papier gebracht, die Planung liegt vor. Darin ist auch ein Gehweg von zwei Meter Breite von der Neulänge bis zum Denkmal vorgesehen. Dazu bekommt der Ort drei neue Bushaltestellen, jeweils auf beiden Seiten der Straße, und die bereits genannte Regenentwässerung.

Der Kreis rechnet mit Kosten von rund 4,2 Millionen Euro. 1,6 Millionen Euro entfallen auf den ersten Bauabschnitt. Der Zweite zur B 115 soll ein Jahr später folgen. Mit abschnittsweiser Vollsperrung ist während des Ausbaus zu rechnen.