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Keine Sesselhocker

Bereits zum 18. Mal wurde bei der Kinderpreisverleihung in Zittau das Vorurteil wiederlegt, dass sich Kinder und Jugendliche nur für Smartphones oder PC‘s interessieren würden.

© Rafael Sampedro

Zittau. Kinder und Jugendliche interessieren sich nur für ihre Smartphones oder PC´s? Dass das oft ein Vorurteil ist, bewies nun schon zum 18. Mal die Kinderpreisverleihung der Kinderstiftung Zittau im Bürgersaal im Rathaus. Diesmal wurden insgesamt zehn Schülerinnen und Schüler aus Zittau und Umgebung geehrt. Sie setzen sich in ihrer Freizeit für unsere Umwelt, ihre Mitschüler und den Klimaschutz ein. Welche Projekte hinter den Ausgezeichneten stehen, zeigt unsere Bildergalerie. (es)

Preisträger beim Zittauer Kinderpreis 2018

Die Cafe-Gründer  Als Lena Kinski und Johanna Flechsig gefragt wurden, was den Jugendlichen in der Stadt am meisten fehlt, fiel ihnen als erstes ein Ort ein, an dem man sich ungezwungen treffen kann. Den vermissten sie sehr und so kamen sie auf die Idee, selbst einen solchen Ort zu schaffen. Als sie dann aber ihr Projekt „Cafe X“ in Angriff nahmen, ahnten sie nicht, wie schwierig es sein würde. In spätestens einem Jahr wollten sie Eröffnung feiern. Gedauert hat es letztlich fast drei Jahre. Besonders schwierig sei die Suche nach einem geeigneten Ort gewesen, sagen sie. Aber sie gaben nicht auf und heute ist das Cafe X in der Böhmischen Straße ein Treffpunkt mit Tischtennisplatte, Tischkicker, passender Musik und nicht zuletzt Getränken für kleines Geld. Dieses Durchhaltevermögen war für Rocco Zoschke Grund genug, sie und ihre vier aktivsten Mitstreiter Maik Tripke, Luboš Suchy, Louis Rost und Januš Suchy für den Kinderpreis vorzuschlagen. Der mobile Jugendarbeiter begleitet das Projekt von Anfang an und ist beeindruckt von deren Engagement.
Die Cafe-Gründer Als Lena Kinski und Johanna Flechsig gefragt wurden, was den Jugendlichen in der Stadt am meisten fehlt, fiel ihnen als erstes ein Ort ein, an dem man sich ungezwungen treffen kann. Den vermissten sie sehr und so kamen sie auf die Idee, selbst einen solchen Ort zu schaffen. Als sie dann aber ihr Projekt „Cafe X“ in Angriff nahmen, ahnten sie nicht, wie schwierig es sein würde. In spätestens einem Jahr wollten sie Eröffnung feiern. Gedauert hat es letztlich fast drei Jahre. Besonders schwierig sei die Suche nach einem geeigneten Ort gewesen, sagen sie. Aber sie gaben nicht auf und heute ist das Cafe X in der Böhmischen Straße ein Treffpunkt mit Tischtennisplatte, Tischkicker, passender Musik und nicht zuletzt Getränken für kleines Geld. Dieses Durchhaltevermögen war für Rocco Zoschke Grund genug, sie und ihre vier aktivsten Mitstreiter Maik Tripke, Luboš Suchy, Louis Rost und Januš Suchy für den Kinderpreis vorzuschlagen. Der mobile Jugendarbeiter begleitet das Projekt von Anfang an und ist beeindruckt von deren Engagement.
Die Umweltschützer  Alexander und Richard Hilse aus Olbersdorf zieht es mehrmals die Woche in die Kaiserfelder am Stadtrand von Zittau. Sie suchen dort aber keine Erholung wie so viele andere, sondern sammeln den Müll ihrer Mitbürger ein. Begonnen hat alles bei einem Spaziergang von Alexander (12) mit seiner Oma. Dabei fiel ihm der viele Müll auf. Der ärgerte ihn so sehr, dass er spontan Einiges mitnah. Weil es aber nicht weniger wurde, sammelt er seitdem regelmäßig. Er versteht nicht, warum die Leute ihren Unrat nicht gleich zum Wertstoffhof bringen. Für manches bekämen sie sogar Geld, sagt er. Bald hatte er auch seinen jüngeren Bruder (9) angesteckt. Aber eigentlich ist es ein Job für die ganze Familie, erzählt ihre Mutter. Der Müll muss ja zwischengelagert und ordentlich entsorgt werden. Das kostet Platz, Zeit und Energie. Dennoch ist sie sehr stolz auf ihre Kinder. Wenn die sich etwas wünschen dürften, wäre das ein Glascontainer direkt an den Kaiserfeldern. Denn Flaschen finden sie am häufigsten.
Die Umweltschützer Alexander und Richard Hilse aus Olbersdorf zieht es mehrmals die Woche in die Kaiserfelder am Stadtrand von Zittau. Sie suchen dort aber keine Erholung wie so viele andere, sondern sammeln den Müll ihrer Mitbürger ein. Begonnen hat alles bei einem Spaziergang von Alexander (12) mit seiner Oma. Dabei fiel ihm der viele Müll auf. Der ärgerte ihn so sehr, dass er spontan Einiges mitnah. Weil es aber nicht weniger wurde, sammelt er seitdem regelmäßig. Er versteht nicht, warum die Leute ihren Unrat nicht gleich zum Wertstoffhof bringen. Für manches bekämen sie sogar Geld, sagt er. Bald hatte er auch seinen jüngeren Bruder (9) angesteckt. Aber eigentlich ist es ein Job für die ganze Familie, erzählt ihre Mutter. Der Müll muss ja zwischengelagert und ordentlich entsorgt werden. Das kostet Platz, Zeit und Energie. Dennoch ist sie sehr stolz auf ihre Kinder. Wenn die sich etwas wünschen dürften, wäre das ein Glascontainer direkt an den Kaiserfeldern. Denn Flaschen finden sie am häufigsten.
Die Vielseitigen  Fränze Neumann und Nathalie Neumann sind Schülersprecherinnen in der 9. Klasse der Zittauer Oberschule an der Weinau. Sie engagieren sich für den Klimaschutz und arbeiten dafür mit Schülersprechern anderer Schulen zusammen, organisieren Spendenbasare für krebskranke Kinder, haben sich für den Bau der Turnhalle für ihre Schule eingesetzt und schlichten ganz nebenbei die eine oder andere Meinungsverschiedenheit zwischen ihren Mitschülern. „Nathalie und Fränze brennen für die Schule und engagieren sich überdurchschnittlich.“, sagt Schulleiterin Heidrun Hübner. Deshalb wurden sie vorgeschlagen. Die beiden haben also allen Grund, stolz auf sich zu sein. Dennoch wollen sie die Lorbeeren dafür nicht alleine ernten und danken ausdrücklich ihren Mitstreitern im Schülerrat und den Lehrerinnen Gudrun Rudolph, Heidrun Hübner, Sabrina Franz und Heike Arnold für ihre vielfältige und tatkräftige Hilfe und Unterstützung
Die Vielseitigen Fränze Neumann und Nathalie Neumann sind Schülersprecherinnen in der 9. Klasse der Zittauer Oberschule an der Weinau. Sie engagieren sich für den Klimaschutz und arbeiten dafür mit Schülersprechern anderer Schulen zusammen, organisieren Spendenbasare für krebskranke Kinder, haben sich für den Bau der Turnhalle für ihre Schule eingesetzt und schlichten ganz nebenbei die eine oder andere Meinungsverschiedenheit zwischen ihren Mitschülern. „Nathalie und Fränze brennen für die Schule und engagieren sich überdurchschnittlich.“, sagt Schulleiterin Heidrun Hübner. Deshalb wurden sie vorgeschlagen. Die beiden haben also allen Grund, stolz auf sich zu sein. Dennoch wollen sie die Lorbeeren dafür nicht alleine ernten und danken ausdrücklich ihren Mitstreitern im Schülerrat und den Lehrerinnen Gudrun Rudolph, Heidrun Hübner, Sabrina Franz und Heike Arnold für ihre vielfältige und tatkräftige Hilfe und Unterstützung
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