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Keine Sommerpause bei Bauarbeiten

Sechs Bauvorhaben stehen demnächst in Neustadt an. Dafür werden jetzt die Leistungen vergeben.

© Archiv/Dirk Zschiedrich

Von Nancy Riegel

Neustadt. Im laufenden Jahr sollen in Neustadt noch an mehreren Stellen die Bagger anrücken. Da sich der Stadtrat mit seiner letzten Sitzung in die Sommerpause verabschiedet hat und die nächste Sitzung des Technischen Ausschusses erst im August angesetzt ist, hat das Gremium dem Bürgermeister die Bevollmächtigung erteilt, Leistungen für Arbeiten auszuschreiben und zu vergeben. Das gilt allerdings nur für Vorhaben, deren Finanzierung gesichert ist.

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Zum einen wäre da die Sanierung des Gesindehauses. Die Stadt hat beim Leader-Programm Fördermittel für Bauarbeiten im Erdgeschoss des alten Ritterguts beantragt. Insgesamt wird mit Kosten von rund 200 000 Euro gerechnet. Ein weiteres altes Gebäude auf der Liste ist das Herrenhaus in Oberottendorf. Hier soll das Dach repariert werden. Ursprünglich sollten die Arbeiten bereits Ende Juni beginnen, das Gerüst wird aber erst nächste Woche aufgestellt, informiert Bauamtsleiter Michael Schmidt. Der Baustart verzögert sich also etwas. Das Haus soll perspektivisch an einen Investor verkauft werden und dafür das Dach für etwas mehr als 200 000 Euro instand gesetzt werden. Punkt 3 auf der Liste der Vorhaben ist die Revitalisierung der alten Milchviehanlage an der Bischofswerdaer Straße 118. Die Arbeiten sind aufwendig und dementsprechend sehr teuer. Die Stadt rechnet mit einer Summe von etwa 760 000 Euro, wovon ein Großteil durch Fördermittel gedeckt werden soll. Weniger teuer ist da der Ausbau des Tunnelwegs auf einer Länge von 100 Metern zwischen Maxim-Gorki-Straße und der nördlichen Einfahrt der Wohnungsgenossenschaft Neustadt im Bereich der Kanalverlegung. Knapp 70 000 Euro sind angesetzt. Nummer 5 der Vorhaben ist eigentlich eine Bündelung mehrer kleiner Baustellen. An Straßen und Radwegen sollen schadhafte Stellen instandgesetzt werden.

Letzter Punkt ist mit 35 000 Euro der günstigste, dafür ist er nicht weniger bedeutsam. Es geht um das Gebäude Markt 23, dort, wo derzeit noch der Döner-Imbiss eingemietet ist. Das Haus wurde kürzlich von der Stadt erworben und soll umgebaut werden. Später sollen Stadtmuseum, Archiv und wohl auch die Touristinfo einziehen. In diesem Sommer soll ein Architektenwettbewerb für das Haus vorbereitet und geplant werden – dafür ist das Geld gedacht. Architektenbüros sollen den Umbau planen und ihre Zeichnungen und Berechnungen der Stadt präsentieren.