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Wirtschaft

Keine Sorge ums Osterei

Eier stehen auch deshalb im Mittelpunkt des Osterfestes, weil früher die Hühner über den Winter keine gelegt haben. Heute ist die Versorgung sicher.

Die deutschen Konsumenten müssen sich zu Ostern keine Sorgen um ihre Versorgung mit Eiern machen, versichern Handel und Geflügelwirtschaft.
Die deutschen Konsumenten müssen sich zu Ostern keine Sorgen um ihre Versorgung mit Eiern machen, versichern Handel und Geflügelwirtschaft. © Uwe Zucchi/dpa

Von Christian Ebner

Frankfurt am Main. Die Konsumenten in Deutschland müssen sich zu Ostern keine Sorgen um die Versorgung mit Eiern machen, versichern Handel und Geflügelwirtschaft. Daran ändere auch die in der Corona-Krise gestiegene Nachfrage nach Lebensmitteln wenig, sagt Margit Beck vom Marktinfo-Dienst Eier und Geflügel (MEG). „Die Verbraucher werden genügend Eier finden, wenn auch vielleicht nicht jeder sein Traum-Ei.“

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Der Lebensmitteleinzelhandel geht davon aus, die zu Ostern traditionell höhere Nachfrage bedienen zu können. Aldi-Süd sieht die Versorgungslage gesichert, Mitarbeiter und Lieferanten arbeiteten auf Hochtouren. „Es gibt keinen Grund zur Sorge vor einer Verknappung oder etwaigen Mengenbegrenzungen von Eiern zu Ostern“, versichert ebenso die Rewe-Kette. Auch Discounter Lidl ist nach eigenen Angaben gerüstet, appelliert aber vorsorglich an die Kunden, verantwortungsvoll mit der Situation umzugehen und Rücksicht zu nehmen. Dazu gehöre der vorausschauende Einkauf ebenso wie die Beschränkung auf haushaltsübliche Mengen.

Das Ei erfreut sich seit Jahren in Deutschland wachsender Beliebtheit. 19,5 Milliarden Stück wurden laut Bundes-Landwirtschaftsministerium im vergangenen Jahr gegessen. Die westdeutschen Rekordwerte aus den 1970er-Jahren mit knapp 300 Eiern pro Kopf sind damit zwar noch in weiter Ferne, doch seit 2005 steigt der Verbrauch kontinuierlich auf nun 236 Stück pro Jahr. Ursache dafür ist unter anderem der Trend zu fleischärmerer Ernährung, denn in vielen vegetarischen Alternativ-Produkten stecken jede Menge Eier.

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Bereits in den vergangenen Wochen hat die Eier-Nachfrage im Einzelhandel angezogen, berichtet Marktexpertin Beck. Gleichzeitig sei der Bedarf von Gastronomie und anderen Großverbrauchern eingebrochen. Diese nutzten allerdings in erster Linie Eier aus Käfighaltung, die an Privatkunden kaum noch abzusetzen seien. In der Folge befänden sich die Preise für Käfig-eier im freien Fall. Auf den Osteransturm in der Karwoche sei die Branche gut gerüstet: „Die Ställe sind voll, die Produktion läuft normal.“ In den Läden finden sich vor allem Eier aus deutscher und niederländischer Produktion, denn Deutschland kann sich nur zu rund 73 Prozent selbst mit Eiern versorgen. Von den gut 8 Milliarden im Einzelhandel verkauften Eiern stammten 2019 die meisten aus Bodenhaltung (3,4 Mrd) und Freilandhaltung (2,1 Milliarden). Bei steigender Tendenz kommt Bio als höchste Qualitätsstufe auf eine knappe Milliarde Eier pro Jahr, ein Marktanteil von gut 12 Prozent. (dpa)

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