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Dresden

Keine Verbesserung für Schüler und Eltern

Die Probleme mit der mangelhaften Raumakustik an der 15. Grundschule werden nicht kleiner. 

Weil die 15. Grundschule saniert wird, werden die Schüler vorübergehend in der Dreikönigschule unterrichtet. Hier gibt es aber laut Eltern Probleme. © Marion Doering

Dass dauernder Lärmstress die Kinder krank macht, fürchten Eltern aus Dresden. Ihre Mädchen und Jungen werden in der Neustädter Dreikönigschule unterrichtet. Weil es in den Gängen und Klassenräumen unheimlich hallt und die Kinder schreien müssten, um sich zu verstehen, haben die Eltern beim Schulverwaltungsamt Beschwerde eingelegt. Mehrfach. Die Situation belaste Schüler wie Personal, kritisieren sie bereits lange.

Die Kinder der 15. Grundschule werden derzeit in der Dreikönigschule unterrichtet, weil ihre Schule auf der Görlitzer Straße saniert wird. Am Auslagerungsstandort stauen sich laut Eltern die Probleme. Ihre Hoffnungen, dass in der Sommerpause Verbesserungen umgesetzt würden, rücken in die Ferne. Es deutet sich an, dass ihre Sorgen auch nach den Ferien vermutlich nicht kleiner werden.

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Nachdem sich Reinhard Koettnitz, Chef des Schulverwaltungsamts, kürzlich vor Ort ein Bild machte, heißt es jetzt: „Es ist richtig, dass die Raumakustik nicht den Vorgaben entspricht, wie sie bei einer Gesamtsanierung oder einem Neubau Anwendung finden würden.“ Aber: Generell sei das Gebäude als Auslagerungsstandort nutzbar und die Akustik nicht schlechter als im unsanierten Haus der 15. Grundschule, wo die Schüler zuvor unterrichtet wurden. „Es sollte nachvollziehbar sein, dass in einem Gebäude, das kurzfristig in die Gesamtsanierung geht, keine kostenintensiven Maßnahmen zur Raumakustik umgesetzt werden.“ Die Eltern hatten einen anderen Fußbodenbelag vorgeschlagen, wollten dafür auch selbst die Kosten tragen. Allerdings wird dieser Vorstoß abgewählt, „da bisher die Nachweise zum Brandschutz, der Hygiene und Unfallsicherheit nicht vorliegen.“ Die Raumakustik würde zudem nachweislich nicht verbessert. „Auch das Bespannen der Wände mit Messe-Auslegeware lehnt der Schulträger als unwirksam ab“.

Deutlich unterstreicht die Stadt Dresden, dass in dem Gebäude keine erkennbaren Gesundheitsgefahren bestehen. Daher „werden keine kostenintensiven Maßnahmen im Vorgriff auf die anstehende Gesamtsanierung durchgeführt.“ In den Sommerferien sollen nun Kleinstmaßnahmen mit der Elternschaft, der Schul- und Hortleitung abgestimmt und durchgeführt werden. Details führt das Amt dazu nicht aus.

Zuletzt hatte es auch Vorwürfe gegeben, dass Schüler trotz Brandschutzmängeln im Gebäude unterrichtet würden. Im Ernstfall eines Feuers könnte das Haus nicht entfluchtet werden, empört sich ein anonymes Elternteil. Die Stadt erklärt dazu, es lägen keine Mängel vor, die den sicheren Schulbetrieb gefährden würden. Es gäbe keine Mängel, die einer weiteren Klärung bedürfen. „Im Rahmen einer Begehung in Vorbereitung der Bauauslagerung wurden für das dritte Obergeschoss Gefahren erkannt. Das konnte damals nur durch die Sperrung der Räumlichkeiten erreicht werden“, so das Schulverwaltungsamt.