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Dresden

Kellermauer am Neumarkt eingestürzt

Trotz Spritzbeton fiel die betagte Konstruktion zusammen. Andere Gewölbe bleiben aber erhalten.

Die eingestürzte Mauer in der Schloßeck-Baugrube.
Die eingestürzte Mauer in der Schloßeck-Baugrube. © Marion Doering

Eine historische Kellermauer ist auf der Neumarkt-Baustelle des Schloßecks eingestürzt. Bauherr ist die Baywobau, die im Quartier an der Schloßstraße/Sporergasse neben modernen Fassaden auch Nachbauten des Trierschen, Fürstlichen und Caesarschen Hauses errichten will. 

Vom Fürstlichen Haus sind noch Gewölbe im Untergrund erhalten, die Baywobau-Chef Berndt Dietze schützen muss. „Beim Bau der Tiefgarage haben wir sehr vorsichtig versucht, eine Mauer, die sich noch vor den Kellergewölben befindet, mit Spritzbeton zu sichern. Das ist schwierig, weil sie sich oberhalb der zweite Ebene der Tiefgarage befindet“, sagt Dietze. Am Ende stürzten Teile der Mauer ein. Thomas Westphalen vom Landesamt für Archäologie habe den Schaden begutachtet, sagt Dietze. 

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Dieses Teilstück sei nun nicht mehr zu retten, aber die dahinterliegenden Kellergewölbe. Sie hatten nach den Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg meist eingeschlagene Decken und wurden damals zugeschüttet. Jetzt bleiben sie als Zeitzeugen im Boden erhalten. Bis 2021 will die Baywobau das Schloßeck mit 53 Zwei- bis Fünfraumwohnungen fertigstellen. Es werden Mietwohnungen.