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Keuchhusten-Infektionen steigen

Für 2017 wurden bisher 842 Fälle in Sachsen gemeldet, im gesamten Vorjahr waren es 694 und 2014 nur 405, meldet eine gesetzliche Krankenkasse.

Dresden. Die Zahl der Keuchhusten-Infektionen in Sachsen steigt. Für 2017 wurden bisher 842 Fälle gemeldet, im gesamten Vorjahr waren es 694 und 2014 nur 405, wie die Barmer Krankenkasse Sachsen am Mittwoch in Dresden mitteilte. Die klassische Kinderkrankheit Pertussis betreffe dabei zunehmend Erwachsene.

Laut dem Robert Koch-Institut treten zwei Drittel von Pertussis bei über 19-Jährigen auf, im Schnitt sind die Erkrankten zwischen 35 und 42 Jahren alt. „Grund dafür sind vor allem Impflücken im Erwachsenenalter, denn ein Impfschutz gegen Keuchhusten besteht nicht lebenslang und muss regelmäßig aufgefrischt werden“, sagte Barmer-Landesgeschäftsführer Fabian Magerl.

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Die Sächsische Impfkommission empfiehlt die Immunisierung gegen die langwierige und vor allem für Babys gefährliche und hochansteckende Infektionskrankheit. Bis zu 90 Prozent der Ungeimpften erkranken, wenn sie durch Tröpfchen beim Husten, Niesen und Sprechen mit dem Erreger in Kontakt kommen. Unbehandelt könnten Patienten lange ansteckend sein, warnte die Barmer. Die anfangs einer normalen Erkältung gleichende Erkrankung zeichne sich später durch Hustenattacken mit 5 bis 50 Anfällen innerhalb von 24 Stunden aus, die vor allem nachts auftreten. (dpa)