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Kiefernstraße bleibt noch gesperrt

Die provisorische Asphaltdecke hat ausgedient. Jetzt sollen auch neue Parkplätze im unteren Teil der Straße entstehen.

© Arvid Müller

Von Nina Schirmer

Radebeul. Die Bauarbeiter sind schon ordentlich vorangekommen. Seit gut zwei Wochen ist die Kiefernstraße in Radebeul-Ost jetzt gesperrt. Im oberen Abschnitt, zwischen Wichern- und Meißner Straße, stehen die Bauzäune. Ein Baggerfahrer ist am Gange, der Asphalt schon von der Fahrbahn verschwunden. Nur Fußgänger können entlang eines gut abgesicherten, schmalen Fußwegstreifens noch an der Baustelle vorbeischlüpfen.

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Die Strecke gehört zu den großen Vorhaben beim Straßenbau, die sich Radebeul in diesem Jahr vorgenommen hat. Dabei war die Straße, an der sowohl Wohnhäuser als auch Industrieunternehmen liegen, vor zwei Jahren schon einmal offen. Damals wurden die Kanäle im Untergrund und die Hausanschlüsse erneuert, sagt Marlies Wernicke vom Straßenbauamt. Normalerweise lässt die Stadt dann oft in einem Ruck auch die Fahrbahn und die Gehwege erneuern.

Im Falle der Kiefernstraße ging das aber nicht, sagt Wernicke. Die Wasserversorgung und Stadtentwässerung (WSR) hatte im Frühjahr mit der Neuverlegung der Kanäle begonnen. Das Ganze habe sich jedoch aufwendiger gestaltet als gedacht. Die Arbeiten zogen sich hin. Erst im Oktober waren die Arbeiten im Untergrund abgeschlossen, sagt die Straßenbauverantwortliche. Dann noch mit der Fahrbahn anzufangen, kam für die Stadt nicht infrage. Man wollte keine Winterbaustelle haben, die Straße nicht noch ewig gesperrt lassen.

Die Stadt entschied sich damals für eine temporäre Asphaltdecke, die nur ungefähr sechs Zentimeter dick ist. Für die Anwohner brachte das damals schon eine deutliche Reduzierung der Lautstärke. Denn vorher lagen in der Straße noch Pflastersteine. Besonders wenn große Lastwagen dort lang fuhren, dröhnte es. Inzwischen hat das Asphaltprovisorium jedoch ausgedient und soll nun ersetzt werden.

In zwei Abschnitten wird die Kiefernstraße saniert. Als Erstes kommt der schon gesperrte obere Teil dran. Dort wird im Bestand ausgebaut. Es gebe wenig Platz und deshalb keine Alternativen, die Straße umzugestalten oder zu verbreitern, sagt Sachbearbeiter Oliver Lange. Bis zum Sommer sollen Fahrbahn und Gehwege fertig sein.

Dann wird im unteren Abschnitt bis zur Sidonienstraße weiter gebaut. Dort verändert sich die Ansicht der Straße. Am westlichen Fahrbahnrand, vor dem Zaun vom Pharmaunternehmen Arevipharma, sollen Parkplätze entstehen. Die Stellplätze werden längs zur Fahrbahn angeordnet. Auf der anderen Seite der Straße ist ein zwei Meter breiter Grünstreifen geplant. Vor den Wohnhäusern werden zwölf Scharlacheichen gepflanzt. Der Baum verdankt seinen Namen der scharlachroten Farbe der Blätter im Herbst. Auf derselben Seite bleibt auch der Gehweg. Der Bürgersteig soll 2,50 Meter breit und mit grauen Steinen gepflastert werden. Der kleine Knick zur Sidonienstraße wird ebenfalls mit saniert.

Für die Aufteilung in zwei Bauabschnitte hat sich die Stadt entschieden, damit die Anwohner immer möglichst nah mit dem Auto an ihre Häuser kommen. Außerdem muss die Zufahrt von Arevipharma trotz Baustelle immer freigehalten werden. Die Arbeiten hat der Straßenbaubetrieb Jens Hausdorf aus Thiendorf übernommen. Insgesamt sind für den Ausbau der Kiefernstraße 692 000 Euro eingeplant.

Derzeit rechnet die Stadt mit einer Fertigstellung Ende Oktober. Vorausgesetzt, die Bauarbeiter finden im Boden nichts Unerwartetes. Neben der Kiefernstraße sollen 2018 noch weitere Strecken saniert werden, die sowohl Wohn- als auch Industriegebiete erschließen: Dresdner-, Forst- und Emil-Schüller-Straße.