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Kinder brauchen Hilfe inmitten der Vielfalt

Catharina Karlshaus über die Notwendigkeit von Schulsozialarbeitern

© Kristin Richter

Früher hat es so einen nicht gegeben! Einen sogenannten Schulsozialarbeiter, der den Mädchen und Jungen einen Platz auf seiner Couch anbot und sie dort erst mal Dampf ablassen konnten. Nein, früher setzte sich ein Pädagoge im besten Falle Beine baumelnd auf den Lehrertisch, fragte, wie es denn in der Klasse jetzt ginge oder rückte im Fall der Fälle zum Hausbesuch bei den betreffenden Eltern an. Nein, früher war das anders.

Aber: Genau das ist eben der springende Punkt! Wir leben nicht mehr im Früher. Unsere Kinder wachsen mittlerweile unter ganz anderen Bedingungen auf. In einer Welt, die sich längst nicht mehr nur im festgesetzten Territorium von Elternhaus, Schule, Freunden oder Sportverein abspielt. Sie werden groß in einer Zeit, in der sich ihr Betätigungsfeld durch soziale Netzwerke und Internetportale täglich neu wie Gummi auszudehnen scheint.

Schier unendlich sind ihre Möglichkeiten, aber oft zu gering verständlicherweise noch ihr Einschätzungsvermögen, welche davon überhaupt infrage kommen. Sie haben vielleicht mehr Freiheiten, gleichsam aber auch mehr Verpflichtungen. Nicht jede davon mag eingedenk von Tennis, Fußball, Musikschule und nebenbei dem oftmals elterlichen Anspruch, selbstverständlich in der oberen Zensurenliga mitspielen zu müssen, notwendig sein.

Ja, auch da sind sie ein Spiegelbild unserer umtriebigen Gesellschaft, in der an verschiedensten Lebensfronten ausgeteilt wird. Erfolgsdruck nämlich, dem viele Kinder und Jugendliche nicht vermögen standzuhalten.

Insofern ist es gut, dass es so einen jetzt gibt. Einen Sozialarbeiter, den es früher vielleicht so gar nicht gebraucht hat. Nun ist er wichtiger denn je.

Email an Catharina Karlshaus

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