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Kinderkrankheiten sind überwunden

Die Klinik in Meißen wurde vor 20 Jahren eröffnet. Doch so richtig fertig wurde sie nie. Aus gutem Grund – Peter Anderson über die ersten 20 Jahre der Meißner Klinik.

© Claudia Hübschmann

Am 13. August vor 20 Jahren hat der Meißner Klinikneubau seinen ersten Patienten begrüßt. „Start im Krankenhaus am Rande der Stadt“, schrieb damals die SZ. Fast 100 Millionen Euro flossen über fünf Jahre Bauzeit in das Projekt. Damit war es der bis zu diesem Zeitpunkt der vom Finanzumfang größte öffentliche Krankenhausneubau im gesamten Freistaat Sachsen.

Die ersten zwei Jahrzehnte in der Nassau gestalteten sich turbulent. Dem Haus war ein unruhiger Start beschieden. Wie bei anderen öffentlichen Bauvorhaben nach der Wende war offensichtlich sehr groß, um nicht zu sagen zu groß geplant worden. Von Anfang an herrschte Spardruck. Ein Notlagentarifvertrag wurde nötig, um die Finanzen zu stabilisieren. Die Angestellten mussten die verfehlte Planung ausbaden.

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Doch damit nicht genug: Durch den Zusammenschluss zuerst mit Radebeul und späterhin mit den Häusern in Riesa und Großenhain entstanden neue Probleme. Die Standorte mussten so ausgerichtet werden, dass sie sich gegenseitig keine Konkurrenz machen. Zwischendurch scheiterte Landrat Arndt Steinbach (CDU) mit seinem Vorstoß, sich den Problemfall durch einen Verkauf an einen privaten Investor vom Hals zu schaffen. Etwas mehr Ruhe ist seit dem Ausscheiden von Geschäftsführer Markus Funk eingekehrt.

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Unaufgeregt und mit großer Stetigkeit schärfen Klinikgruppen-Chef Frank Ohi und seine Mitstreiter das Profil des Meißner Hauses und investieren in Schwerpunktbereiche. Sie sorgen dafür, dass die Kliniken auch für die nächsten 20 Jahre gut gewappnet sind.

E-Mail an Peter Anderson