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Kinderspielbühne startet neu durch

Gleich zwei junge Frauen haben sich gefunden, den Kamenzer Verein zu trainieren. Die Schwestern haben einiges vor.

© Ina Förster

Von Ina Förster

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Zum zweiten Mal öffnet die Eiswelt Dresden ihre Türen. Die filigranen Eiskunstwerke sind ein atemberaubendes Erlebnis für Groß und Klein.

Kamenz. Über diese Meldung freut sich Kamenz: Die Kinderspielbühne ist gerettet. Und das knapp vor der Vereinsauflösung. Die Schwestern Anett und Katrin Petrasch übernehmen. Seit vorletzter Woche laufen die Proben wieder im Stadttheater. Und man hat einiges vor bis zum Jahresende.

„Wir hatten wirklich schon alles bis zum Ende durchgespielt“, gibt die langjährige Vorstandsvorsitzende Karen Frenzel zu. Mit dem Weggang der letzten Trainerin Kristin Mirtschink sah alles einfach nur noch ziemlich aussichtslos aus. Diese hatte berufsbedingt und schweren Herzens nach der erfolgreichen Weihnachtssaison gekündigt. Mit ihr verließ eine Großzahl der kleinen Spieler den Verein – ihre Geschwister. Doch ein öffentlicher Aufruf und jede Menge Bedauern über ein eventuelles Aus brachte dann zum Jahresanfang doch die Wende. „Ich habe auch im Internet davon gelesen. Und gemeinsam mit meiner Schwester Anett, die schon viel im tänzerischen Bereich mit Kindern zu tun hatte, haben wir uns recht schnell die Karten gelegt“, sagt Katrin Petrasch. Die Ergotherapeutin freut sich jetzt auf die gemeinsamen Pläne. Mit sieben Kindern wird neu gestartet. „Wir beschnuppern uns jetzt erst einmal und hören, was sich die Mädchen und Jungen selber wünschen“, sagt Anett Petrasch, die in Dresden als Erzieherin arbeitet. Eine gute Basis für die künftige schauspielerische Arbeit sehen sie beispielsweise auch in Workshops mit verschiedenen Künstlern. „Wir möchten mit den Kindern die nächsten Monate erst einmal am Rhythmik-Gefühl arbeiten, sie sollen lernen, laut zu sprechen, Texte mit Betonung aufzusagen, ihre Scheu vor der Bühne verlieren“, so der Wunsch. Die Kinder sollen je nach Entwicklungsstand abgeholt werden. In jedem einzelnen schlummern schließlich andere Talente. „Wo genau die liegen, das wollen wir in den nächsten Wochen herausbekommen“, so Tanztrainerin Anett.

Bis Weihnachten wollen die Schwestern gemeinsam ein Bühnenstück schreiben, das auf Elementen von Astrid Lindgrens Geschichten und Figuren basiert. Noch dürfen gern neue Kinder dazustoßen. Immer mittwochs, 16 Uhr, ist Probe im Stadttheater. Der Plan steht. Es geht los!