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Bischofswerda

Kunst fürs neue Kinderhaus

In Bischofswerda Süd wurde jetzt eine Sandsteinplastik aufgestellt. Beinahe wäre sie der Stadt verloren gegangen.

Die Plastik "Umsorgtes Kind" steht jetzt vor dem Rundbau der Tagesstätten Sonnenschein und Regenbogen in Bischofswerda Süd.
Die Plastik "Umsorgtes Kind" steht jetzt vor dem Rundbau der Tagesstätten Sonnenschein und Regenbogen in Bischofswerda Süd. © SZ/Uwe Soeder

Bischofswerda. Die Stadt Bischofswerda ist um ein Kunstwerk reicher. Vor dem neu errichteten Haus für die Kindertagesstätten Regenbogen und Sonnenschein im Stadtteil Süd wurde jetzt die etwa 70 Zentimeter hohe Sandsteinplastik „Umsorgtes Kind“ aufgestellt. Wie die Stadtverwaltung informiert, wurde das Kunstwerk im Jahr 1983 von Heide Grunert geschaffen.

Die Künstlerin zog 1982 zur Ausbildung nach Bischofswerda. Sie  lebte fast 40 Jahre in  der Stadt, arbeitete hier als Glasmalerin im Beleuchtungsglaswerk und war in zahlreichen Kunstzirkeln aktiv. Die jetzt aufgestellte Plastik schuf sie bei einem Plenair in Radeberg.  

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Maler und Verein schenken das Kunstwerk der Stadt

Als Heide Grunert kürzlich in ihre alte Heimat Ribnitz-Damgarten umzog, wäre die Plastik der Stadt Bischofswerda beinahe verloren gegangen. Sie stand schon bereit, um auf den Umzugswagen verladen zu werden. Dass es anders kam, ist dem Maler Falk Nützsche zu danken. Er schlug Heide Grunert vor, Bischofswerda ein „Andenken“ zu hinterlassen, und finanzierte gemeinsam mit seinem Künstlerkollegen Bernd Warnatzsch und dem Museums- und Geschichtsverein den Kauf der Plastik für die Stadt.

"Heide war in Bischofswerda auf vielfältige Weise aktiv und vielen Menschen bekannt. Ich möchte, dass man in der Stadt sieht, dass sie hier Spuren hinterlassen hat", sagte Falk Nützsche gegenüber Sächsische.de. Außerdem fehle in diesem Teil Bischofswerdas ein Kunstwerk im öffentlichen Raum, nachdem mit dem Abriss der ehemaligen Schule an der Bonhoefferstraße auch zwei großformatige Mosaikbilder des Künstlers Werner Schmidt im Foyer dem Abrissbagger zum Opfer gefallen sind. 

Nun steht die Plastik vor Bischofswerdas jüngstem Kinderhaus. In dem modernen Rundbau für zwei Tagesstätten, der Ende vergangenen Jahres eröffnet wurde,  können insgesamt bis zu 180 Kinder betreut werden. Die Plastik „Umsorgtes Kind“ fügt sich dort gut ein. Gleich daneben wurde eine Hängeblutbuche gepflanzt, die die Werbegemeinschaft  Bischofswerda aus dem Erlös der 2. Italienischen Woche den beiden Kindereinrichtungen schenkte. (SZ) 

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