Merken

Kindertagesstätten bleiben wegen Streiks geschlossen

Die Stadt richtet eine Notbetreuung ein. Eltern können sich zudem über eine Telefonhotline und im Internet informieren.

Teilen
Folgen
© dpa

Dresden. 2 500 Erzieher sind bei der Stadt angestellt. Sie sind am Donnerstag zum Warnstreik aufgerufen. Damit wollen die Mitarbeiter erreichen, dass ihr Beruf besser bewertet und honoriert wird. „Die Anforderungen sind enorm gewachsen“, sagt Wera Lindner von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). „Aber die tarifliche Eingruppierung der Fachkräfte stammt noch im Wesentlichen von 1991, als Kitas vorrangig Betreuungseinrichtungen waren. Heute wird hier aber auch jede Menge Bildungsarbeit geleistet.“

Wie viele der Angestellten sich letztlich am Streik beteiligen, lasse sich derzeit nicht sagen. Auch nicht, wie viele Einrichtungen geschlossen bleiben. Denn: „Arbeitsrechtlich gesehen kann sich ein Erzieher auch erst am Donnerstag früh entscheiden“, so Lindner. Aus diesem Grund wird allen Eltern empfohlen, vorsorglich eine alternative Betreuung zu organisieren.

Der Eigenbetrieb Kindertageseinrichtungen wird am Streiktag ab 6.15 Uhr im Viertelstundentakt im Internet über die Öffnung der Kitas informieren. Zusätzlich wird eine Telefonhotline eingerichtet, unter der ab 6 Uhr Fragen beantwortet werden. Zehn Kitas über die Stadt verteilt – je Ortsamtsbereich eine – bieten eine Notbetreuung an. Diese haben am Streiktag unabhängig von ihren gewohnten Zeiten von 6 bis 18 Uhr geöffnet. Eigenständige heilpädagogische Kindertageseinrichtungen und Einrichtungen der Ganztagesbetreuung werden den Dienstbetrieb im Bedarfsfall wahrnehmen.

Vom Streik betroffen sind auch die Horte. Eltern wurden bereits gestern in den Kitas über den anstehenden Streik und dessen mögliche Folgen informiert. Wie gewohnt geöffnet haben dagegen alle Einrichtungen privater Träger. (sim)

Alle Infos zum Streik gibt es im Internet unter www.dresden.de/kitas-streik oder telefonisch unter 0351 4885101 oder 4885117 oder 4885041