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Kino im Kaisersaal?

Rietschen diskutiert weiter über die Sanierung des Kino-Cafés. Im Technischen Ausschuss kam nun ein neuer Vorschlag auf.

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© André Schulze

Von Alexander Buchmann

Rietschen. Wie soll Rietschens Kino künftig aussehen? Und vor allem, was soll es kosten? Diese Fragen haben am Montag erneut den Technischen Ausschuss beschäftigt. Nachdem der Gemeinderat den Planer Armin Ussath vom gleichnamigen Krauschwitzer Ingenieurbüro Anfang des Monats damit beauftragt hat, die Sanierungspläne noch einmal zu überarbeiten und verschiedene Optionen zur Reduzierung der Kosten zu prüfen, standen nun die ersten Ergebnisse fest. Und die waren, vor allem was mögliches Einsparpotenzial betrifft, ernüchternd. „800000 Euro sind mit dem Nutzungskonzept nicht erreichbar“, erklärt Armin Ussath.

Im Detail lasse sich vielleicht noch etwas einsparen, aber man könne das Gebäude nicht überlisten, so der Planer. Der Abriss des alten Gebäudes und die Errichtung eines Neubaus nach den Bedürfnissen der Gemeinde ist ebenfalls keine Option mehr. Laut Bürgermeister Ralf Brehmer wäre das knapp 300000 Euro teurer als die mit 1,1 Millionen Euro veranschlagte Sanierung.

„Wir müssen uns überlegen, welchen Weg wir gehen“, sagt Ralf Brehmer. Und der könnte nun in eine neue Richtung führen. Von Planer Armin Ussath kam im Technischen Ausschuss der Vorschlag, den historischen Kaisersaal in dem Gebäude wiederherzustellen. Damit würde man etwas schaffen, das von den Bürgern schneller angenommen werde, sagt er. Das Gebäude sei eigentlich kein Kino und man habe sich nur daran gewöhnt. Der Kaisersaal hätte dagegen einen ideellen Wert und stehe für die Historie von Rietschen. Wenn man mit der Denkmalschutzbehörde spreche, könne man außerdem vielleicht Erleichterungen beim Brand- und Wärmeschutz erreichen. Wo man damit preislich landen würde, kann Armin Ussath aber noch nicht genau sagen. Es werde aber wohl auch im Bereich von einer Million Euro sein und nicht bei den vom Gemeinderat gewünschten 800000 Euro.

Dafür habe die alte Form des Saals etwas Erhabenes. Die alte Fensterfront und die Rückseite mit Fenstern sollen dabei ebenso wiederhergestellt werden wie der alte Eingang. Die Emporen sollen außerdem wieder geöffnet werden. Dafür würde aber der Vorführraum wegfallen und Filme könnten nur noch per Beamer gezeigt werden. „Das wird ein großer Raum, aber brandschutztechnisch übersichtlicher“, sagt Armin Ussath. Der Planer soll nun bis zur nächsten Sitzung des Gemeinderats am 16. Oktober ein Raumkonzept entwerfen.