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Kirchgemeinde aus Aleppo wird geehrt

Eine Gemeinde müht sich rund 3 200 Kilometer entfernt um etwas Normalität. In Dresden ist das nicht unbemerkt geblieben.

Mitten im syrischen Bürgerkrieg wollen die evangelisch-armenische Gemeinde und ihr Pfarrer Haroutune Selimian den Menschen das Leben in Aleppo erträglicher machen. Im Kirchhof wurde ein Brunnen zur Wasserversorgung gebohrt. Es gibt eine Anlaufstelle für behinderte oder kranke Menschen. Die Anstrengungen der Gemeinde würdigt der Initiativkreis Dresdner Aufbruch am 8. Oktober, dem städtischen Gedenktag der Friedlichen Revolution, mit der Plakette „Schwerter zu Pflugscharen“. Damit werden seit 2010 jährlich Menschen oder Initiativen geehrt, die sich mit Zivilcourage für gewaltfreie Veränderungen einsetzen. Nachdem er eine Predigt gehalten hat, erhält Pfarrer Selimian die Plakette vom ehemaligen Oberlandeskirchenrat Harald Bretschneider.

Dieser war in den 1980er-Jahren Landesjugendpfarrer und hatte damals die Initiative „Schwerter zu Pflugscharen“ organisiert. Ort der Übergabe ist das Mahnmal „Steine des Anstoßes“ vor dem Südportal. Es erinnert an den 8. Oktober 1989, als es nach Demonstrationen auf der Prager Straße erste Gespräche zwischen der DDR-Staatsmacht und Demonstranten gab. Laut Bretschneider wurde damit eine Strategie für den friedlichen Machtwechsel entwickelt. (SZ/rah)

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